Quite Easy

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7. März 2022
Guten Morgen!
Um ca. 8:00 Uhr hieß es für uns raus aus den Federn.
Das Frühstück, bestehend aus unsrem restlichen Brot, Käse, Marmelade & Salami, sowie einem famosen Rührei mit Schinken, gezaubert von Jonas, haben wir uns schmecken lassen.

Julian und Jonas befreiten das Auto schonmal vom Schnee, danach erkundigten sie sich, ob man die Sauna der Unterkunft noch für heute buchen konnte. Zu unserem Glück war um 22:00 Uhr noch ein 1,5 stündiges Zeitfenster frei, welches wir direkt reservierten!
Anschließend haben wir uns ganz warm, mit vielen extra Schichten, wie ne Zwiebel, eingepackt und uns auf den Weg nach Svolvaer gemacht.
Dort gab es zunächst eine kurze Parkplatz-Suche, welche dann auf einem Plätzchen, fast direkt vor dem Gebäude des Touren-Veranstalters xxLofoten endete. Kurz vor knapp betraten wir die Zentrale, der Tour-Leiter wies uns darauf hin, dass die Tour schon in zwei Minuten beginnt. Also wurden wir Zack, zack mit dicken Regen-Anzügen ausgestattet und mit rauem Ton auf das Schiff geschickt.
Los ging die lustige Bootsfahrt nach einer kurzen Erklärung von der Crew. Ca. eine Stunde später kamen wir an unsrem ersten Angel-Spot an. Auf dem Weg dorthin konnten wir sogar unsere Heimat-Bucht von der gegenüberliegenden Seite aus betrachten.

Am Fishing-Spot hieß es dann Seile auswerfen und petri heil. Die ersten Tourgäste zogen bereits ein paar Fische aus dem Wasser. Manche von ihnen waren richtige Prachtexemplare, mit mindestens 60 cm Länge.
Nach dem Besuch von weiteren „Top-Fishing-Spots“, – laut Seemann, haben noch einige weitere Gäste einen Fang gemacht.
Auch Anja hat ein Fischchen aus dem Wasser gezogen. Im Laufe der Tour wurden die Fänge allerdings immer rarer.
Julian war mittlerweile nicht mehr ganz so motiviert und sein Zustand verschlechterte sich stetig. Er hatte mit der Seekrankheit zu kämpfen und beteilige sich daher eine Zeit lang nicht mehr mit am Angel-Spaß. Er hat aber immerhin mehrmals die Fische mit unserem Frühstück gefüttert – oder vertrieben – wir wissen es nicht.
Jonas und Anja haben die Hoffnung jedoch noch nicht aufgegeben und hielten sich wacker weiter an den Ruten. Einige schöne Video-Aufnahmen (folgen noch!), Angel-Versuche & Übelkeiten später, fanden wir uns wieder am Hafen von Svolvaer ein, um nach ca. 4 Stunden wieder anzulegen.

Nachdem Land in Sicht, jedoch kein Fisch mehr für uns in Sicht war, hatte ein deutsches Pärchen, mit welchem wir uns bereits auf dem Schiff nett unterhalten hatten, Mitleid mit uns und übergab uns die Hälfte ihres riesigen Kabeljaus, worüber wir uns sehr gefreut haben. Also raus aus den Fischer-Anzügen, zurück zum Auto mit ca. 1 Stunde überzogener Parkdauer, um mit dem Abendessen im Gepäck wieder den Heimweg anzutreten.
Wieder zurück im roten Häuschen, hat sich jeder kurz aufgewärmt, ein Glas Wasser getrunken und kurz ausgeruht. Frisch eingekleidet, jedoch leider hungrig ging es für uns auf eine „pretty easy“ Wanderung von ca. 1 Stunde Aufstieg und 40 Minuten Abstieg, laut der Dame an der Rezeption. Den leichten Hike wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
Ab ging es für uns also zum Berg Hoven. Nach ca. 30 Minuten Fahrt, welche Anja wie immer verschlafen hat, kamen wir an unsrem Ziel an. Vollkommen motiviert starteten wir also unsere Tour zunächst auf dem ausgeschilderten Weg, dann jedoch mehr oder weniger über Stock und Stein, oder besser gesagt Eis und Schnee. Einige nasse Schuhe und halbe Stürze später waren wir ca. auf 1/3 der Gesamthöhe des Berges angekommen.
Anja hat dann beschlossen hier ist Schluss!
Der Mut hat für das letzte Stück dann doch gefehlt, da dieser Abschnitt ziemlich steil nach oben über ein eisiges Feld ging – hier wären Steigeisen die richtige Wahl gewesen.
Julian und Jonas haben dann die Spikes ausgepackt und sind noch ein Stückchen weiter gegangen. Julian ist dann 15 Minuten später wieder umgekehrt und Jonas hat immerhin bis zur Hälfte des Berges durchgehalten – was bereits der einen Stunde Aufstieg entsprach – und ein paar schöne Fotos geschossen.

Nun ging es für uns doch schneller als gedacht wieder auf den Rückweg, da die Dämmerung auch bereits angebrochen war. Ein paar-Popo-Rutscher später sind wir dann wieder im Tal angekommen und machten uns wieder auf den Weg zurück nach Kabelvag, da wir noch ein paar Utensilien für unseren frischen Fisch benötigten.
Dort waren wir also noch schnell in unsrem geliebten Supermarkt – EXTRA – für unser nobles Abendessen und das kommende Frühstück beim einkaufen. Darunter Kartoffeln, Karotten, eine Zwiebel (so groß wie ne Melone), Aioli-Dip, Eier und wieder Wurst und Käse. Leider gabs keine fertig gekochten Kartoffeln… sehr schade. 😁
Anja‘s Postkarten wurden auch im EXTRA abgegeben und auf die Reise in die Heimat geschickt.
Da Julian vor Hunger fast gestorben wäre, wurden noch schnell zwei Pizzakreise geshoppt und von Jonas und Julian im Auto verputzt.
Auf dem Weg von Kabelvag zurück zu unsrem Häuschen wurde dann noch der heutige Blog-Eintrag verfasst und Stichpunkte zum gestrigen Tag aufgeschrieben (leider wurde das Schreiben in den letzten beiden Tagen von uns etwas vernachlässigt – ups).
In unserem trauten Heim startete dann anschließend das perfekte Dinner. Die Karotten wurden geschält, die Kartoffeln gekocht und der Fisch im Salzwasser gegart.
Danach wurde der Tisch angerichtet und unser leckeres Mahl probiert.
Und tatsächlich: unsere Kreation war „das-perfekte-Dinner“-würdig. Die Kartoffeln mit Aioli-Dipp, unser Karotten-Zwiebel-Gemüse und der in Salzwasser gekochte Kabeljau haben uns sehr überzeugt.

Nach ausgiebigem Speis und Trank haben wir uns gemütlich auf das Sofa gesessen und uns noch etwas ausgeruht, ein paar Bilder bearbeitet und Jonas und Julian haben sich das ein oder andere Gläschen Gin Tonic gegönnt.
Um 22:00 Uhr ging es für uns dann Richtung Spabereich unserer Unterkunft, welchen Jonas und Julian bereits vormittags reserviert hatten.
Dort wechselten wir zwischen Sauna, Hot Tub und Fjord hin und her. Quasi von einem Extrem in das andere, denn die Sauna hatte zu Beginn unseres Besuches stattliche 100 Grad. Auch der Hot Tub konnte mit 42 Grad Wassertemperatur gut mithalten. Der Fjord war dafür umso kälter. In diesen trauten sich lediglich die Männer für ein paar Sekunden rein, um dann direkt wieder in der Sauna zu verschwinden.

Wir verweilten im Spa-Bereich fast die kompletten 1,5 Stunden um uns anschließend wieder zurück über den vereisten Weg (Anja sehr mutig mit Adiletten) zu unserer Unterkunft zu begeben. Dort verbrachten wir noch einige Zeit gemütlich auf dem Sofa, um nach ein paar weiteren Gin Tonics dann um ca. 01:00 Uhr müde ins Bett zu fallen.

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