Olee oleeee, Malle ist nur einmal im Jahr - Muss es schließlich auch einmal für uns heißen
Wir haben unseren nächsten und damit auch letzten Urlaub für dieses Jahr auf dem Plan stehen. Unser Reiseziel ist Malle. Jonas war dort das letzte Mal vor 15 Jahren und Amelie bisher noch nie. Außerdem ist der Hype um die Insel gerade unübertroffen, was Radeln angeht, und wer 1 und 1 zusammenzählt, der weiß, dass wir da natürlich auch hin müssen! 🚴
Eigentlich wären wir zu viert in den Urlaub geflogen, gemeinsam mit Amelies Freunden Soso und Basti. Es war auch schon alles gebucht und bezahlt, aber leider mussten die beiden bzw. Basti wegen eines privaten Verlusts eines Mitarbeiters kurzfristig einspringen. Wir hatten zwar versucht, Ersatz zu finden, aber so kurzfristig war das leider gar nicht so einfach. Es blieb am Ende also nichts anderes übrig, als zu zweit zu fliegen. 😞
Wie bereits erwähnt, war unser Plan auch hier, mit dem Rad zu fahren. Hierfür wollten wir unsere eigenen Räder mitnehmen, was gar nicht so einfach war, denn wir mussten ja erstmal ordentliche Radkoffer besorgen. Jonas hatte einen über den Rennradtreff sowie einen über einen guten Bekannten organisiert. Außerdem hatten wir das Auto von Jonas' Mama bekommen, in das beide Koffer problemlos reinpassten. 🧳
Nachdem wir am Samstag dann noch schnell 220 km beim Bodensee Radmarathon hinter uns gebracht haben, hatten wir den gesamten Sonntag, um all unser Hab und Gut einzupacken. Das dauerte auch tatsächlich fast den ganzen Tag, ist am Ende aber sehr gut geworden! Es war alles verstaut, das Auto bereit und wir machten uns dann in der Nacht auf Montag um 02:00 Uhr auf den Weg zum Flughafen. Dort sollten wir 20 Minuten vorher beim Parkdienst anrufen, damit dieser uns am Flughafen das Auto inkl. Schlüssel abnahm und irgendwo parkte. 📦
So weit klappte alles einwandfrei und wir standen um Punkt 04:00 Uhr bereit am Flughafen. Wir mussten wegen unseres Sperrgepäcks noch einmal zu dem normalen Check-in-Terminal, obwohl wir bereits online alles gemacht hatten, aber die Schlange ging wenigstens schnell vorwärts. Am Schalter wurden die beiden Koffer dann gewogen. Jonas hatte mit etwas Schummeln beim Auflegen auf der einen Seite 29 kg und Amelie knapp 16. Dort wurden wir dann noch gefragt, ob wir einen Flieger vorher nehmen möchten – ja, warum denn nicht. Das Angebot haben wir angenommen, denn dann saßen wir auch auf jeden Fall zusammen, was wir vorher nicht wären. ⚖️
Wir gaben unsere Räder dann anschließend am Sperrgepäck-Schalter ab und gingen durch die Sicherheitskontrolle. Dort dauerte es dann auch nicht lange, bis unser Boarding begann und wir im Flieger saßen. Da hatten wir dann sogar die eine Hälfte der letzten Reihe nur für uns zu zweit und demnach richtig viel Platz. Wir schlummerten beide eigentlich komplett durchgehend und haben gar nichts vom Flug mitbekommen, außer, dass wir dann auf einmal landeten. Und das sogar auch noch früher als geplant, denn wir hatten viel Rückenwind. 😴
Dort angekommen dauerte es eine halbe Ewigkeit, bis wir aus dem Flieger kamen, denn wir waren ja in der letzten Reihe. Was aber völlig egal war, denn wir hatten eh noch ewig Zeit. Es war 07:30 Uhr und wir durften erst um 15:00 Uhr in unsere Finca. Also hatten wir eh ein Problem, denn das Gepäck durften wir auch nicht dort lassen. 🐌
Also mussten wir zunächst einen Plan schmieden. Wir wussten ja, dass wir es nicht eilig hatten, und sind demnach ganz entspannt durch den Flughafen gelaufen. Wir haben uns dazu entschlossen, erstmal etwas Vernünftiges noch innerhalb des Flughafens zu frühstücken. Denn sobald wir einmal raus in Richtung Gepäck gegangen sind, gibt es meistens nicht mehr viel. Unsere Wahl fiel mal wieder auf die goldene Möwe. Wir haben alles mitgenommen und wollten das dann dort essen, wo wir auf unsere Räder warteten. Wir suchten das Gepäckband für Sportgepäck und natürlich war das ganz hinten am Flughafen. Aber wir haben es gefunden, unsere Räder warteten dort schon auf uns und wir konnten endlich etwas essen! 🍟
Wir warteten hier noch eine Weile und versuchten, den Plan für den Tag zu schmieden. Viele Optionen gab es eigentlich nicht. Nach Llucmajor zu unserer Finca zu fahren war keine Option. Erstens durften wir nicht rein und zweitens gabs draußen auch fast nichts, um den Tag zu überbrücken oder dort gemütlich die Räder aufzubauen. 🤔
Am Flughafen warten war auch furchtbar langweilig, zumal wir die Räder dort ja auch nicht weiter aufbauen konnten. Dann hätten wir ja Räder + Taschen irgendwie transportieren müssen. 🥱
Nachdem wir unsere Mahlzeit abgeschlossen hatten, hatten wir auch eine finale Entscheidung getroffen. Wir haben uns dazu entschieden, an die berühmte Playa in S'Arenal zu fahren. Dort hatte Jonas einen Laden gefunden, wo wir gegen eine kleine Gebühr unsere Radkoffer abstellen konnten, bis wir einchecken durften. Außerdem war die Fahrt dorthin mit Uber nicht ganz so teuer wie nach Llucmajor. Wir haben also unser Zeug gepackt und sind aus dem Flughafen raus. Uber sollte etwas über 40 € kosten und nach keinen fünf Sekunden quatschte uns schon ein Taxifahrer an, wohin wir müssten. Wir haben es ihm gezeigt und er sagte 45 €. Wir überlegten nicht lange, Amelie wollte unbedingt verhandeln, hat es sich aber nicht getraut. Wir sagten also zu und betonten, dass wir nur mit Karte zahlen können. Er nahm nur Cash, also suchte er einen seiner Mitbewerber und gab die Rahmendaten unserer Fahrt dann gleich weiter. 🚕
Wir wurden zum Parkplatz gebracht und nach kurzer Zeit kam schon ein Fahrer mit einem riesigen Bus an, welcher uns dann an die Playa brachte. Zunächst hatte er uns erst einfach in die Straße gefahren, nachdem wir ihm aber dann das genaue Ziel gegeben haben, sind wir auch direkt an dem Laden für unser Gepäck angekommen. 🚐
Nachdem wir unsere Radkoffer dort abgeladen hatten, haben wir uns noch die wichtigsten Utensilien daraus geholt, ein klein wenig umgepackt und uns dann zu Fuß auf den Weg durch die Playa gemacht. Sofort kam das Urlaubsfeeling bei der Hitze am Strand rüber! 🏖️
Und noch etwas ganz anderes kam rüber: Der Ballermann! Denn wir waren genau dort, wo Bierkönig und Megapark ihr Zuhause haben. Wir haben es uns also nicht nehmen lassen, da gleich mal einen kurzen Abstecher zu machen. Der erste Stop war also der Bierkönig um kurz vor 12:00 Uhr. 🍻
Dort haben wir uns gleich erstmal zwei Halbe bestellt und uns an einen der vielen leeren Tische gesetzt. Viel war nicht los, aber der DJ hat versucht, das Beste daraus zu machen. Viel Animation und Interaktion mit den Gästen war angesagt. Irgendjemand hat dann an der digitalen Tombola drehen müssen und rausgeholt, dass jeder der Gäste ein Pils aufs Haus bekommt. Schonmal perfekter erster Eindruck! 🎰
Da war's uns dann aber doch nach kurzer Zeit langweilig und wir wollten uns noch den Megapark anschauen. Nur ein paar Minuten zu Fuß und schon waren wir da. Und als wir drin waren, war es gar kein Vergleich. Die Bude komplett voll und deutlich mehr Partystimmung als im Bierkönig. Alle tanzten auf den Tischen und was die Trinkfreudigkeit anging, war es nicht zu übertreffen. Hier gab's ein gratis T-Shirt zu jeder Maß mit einer Schnaps-Mische dazu. Ja, richtig gehört. Eine Maß! 🕺
Wir haben uns nicht lumpen lassen und unser allerletztes Bargeld ausgegeben. Für eine Maß und ein Bier. Zwei Euro sind uns geblieben, aber wir wollten ja auch nur kurz hier sein. Spaß hatten wir auch mit unseren Nachbarn, die feierten uns beide wohl auch ziemlich, denn sie haben uns immer wieder was von ihrem Tower abgegeben. Also praktisch eine 5-Liter-Maß in einem Turm. Aber als wir den richtigen Moment erkannt haben, haben wir schnell einen polnischen gemacht und sind einfach gegangen. Sonst hätte das heute kein Ende mehr gefunden. 🍺
Draußen direkt vor der Tür gab's dann gleich noch einen Döner. 🌯
Danach gings wieder glücklich und satt zurück zu den Rädern. Weil es draußen auch so unglaublich heiß war und wir schon total verschwitzt waren, mussten wir unbedingt einmal ins Meer springen. Wir haben unsere Badekleidung aus den Radkoffern gekramt, uns umgezogen und ab gings ins Meer! Die Abkühlung hat einfach richtig gut getan und das konnten wir auch gleich von der Checkliste abhaken. 🌊
Nun auch abgekühlt konnten wir uns wieder den Rädern widmen. Wir haben uns draußen noch kurz trocknen lassen, da wir kein Handtuch dabei hatten, und wurden dann von einem Opi angesprochen. Bei dem waren wir uns nicht sicher, ob er besoffen, auf Droge oder einfach nur total verwirrt war. Er wollte auf jeden Fall ein Foto von einem geschlossenen Friseursalon haben. Nicht mit sich, sondern einfach nur ein Foto von dem Laden… Wir werden es nie erfahren. 💈
Während wir noch an der Luft trockneten, haben wir den Typen gefragt, ob er uns ein Taxi bestellen kann – er hat direkt angerufen. Uber lag nämlich bei 112 € bzw. 130 €, und das war uns definitiv zu viel! Nach ein paar Minuten kam dann das erste Taxi und war eindeutig zu klein – ein normaler Toyota Corolla. Also hat er noch einmal telefoniert und nach weiteren zehn Minuten stand ein größeres da – ein normaler SUV, den wir allerdings immer noch für zu klein hielten. Aber mit umgeklappter Rücksitzbank hat es tatsächlich alles reingepasst. Es war zwar extrem knapp, aber es ging! Zwischenzeitlich war Uber übrigens nochmal bei 95 € und später bei 60 €, die Preise haben also echt krass geschwankt. Mit dem Taxi zahlten wir am Ende jedoch nur 40 €. 📱
Am Ende waren wir dann doch sehr froh, im Auto zu sein. Nach knapp 20 Minuten Fahrt über die Autobahn sind wir an unserer Finca angekommen. Die war wirklich groß und echt schön! Wir konnten sofort den Pool im Garten erspähen und das war auch gleich das erste Ziel, nachdem wir hier waren – gleich rein in den Pool und nochmal abkühlen! 🏊
Ab da ließen wir es sehr entspannt angehen. Wir ließen uns noch die Sonne auf die Bäuche scheinen und haben dann gemütlich all unser Zeug aus den Radkoffern ausgepackt. Bei Amelie war alles dort, wo wir es auch platziert hatten. Es war zwar nicht so viel Platz im Koffer, aber dafür war alles an seinem Platz. Bei Jonas war zwar viel mehr Platz im Koffer, aber alles flog komplett durcheinander. Nichts war mehr an seinem Platz und ein paar Sachen sind auch durch die Kette dreckig geworden oder kaputtgegangen. Aber das Wichtigste und der Großteil sind heile angekommen und das war die Hauptsache! 🧦
In der Zwischenzeit haben wir auch noch eine dritte Mitbewohnerin erhalten. Amelie taufte unsere neue Hauskatze gleich auf Carla. Sie fühlte sich gleich wohl und wir uns auch mit ihr! Aber ein bisschen böse war sie schon, als sie dann nicht ins Haus durfte. 🐈
Am Ende schrieb Jonas schonmal etwas am Blog, bis wir nochmal das Haus verlassen mussten. Jonas wollte nämlich gleich zum Frisör. Und nur ein paar Laufminuten entfernt war einer. Außerdem mussten wir noch ein paar Kleinigkeiten besorgen, damit wir heute auch noch etwas zu essen bekamen. Geplant waren einfach ganz klassisch Nudeln mit getunter Tomatensauce mit Zwiebeln und Parmesan. 🍝
Der Fußweg war nicht ganz ohne, es waren zwar nur ein paar Minuten, aber Amelies Fuß tat so weh, dass sich die letzten Meter ziemlich gezogen haben. Aber abgerundet wurde der Abend dann mit super leckeren Nudeln, damit wir Kraft für unsere morgige kleine Aufwärm-Fahrradtour haben. 🦶

























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