Es ist schon wieder so weit und wir haben unseren letzten Urlaubstag. Wir sind schon früh aufgestanden, denn wir hatten heute beide große Pläne, allerdings getrennt voneinander, nicht weil wir gestritten haben, sondern weil wir heute einfach unterschiedliche Pläne hatten (mussten). Amelie konnte nach wie vor nicht Rad fahren und Jonas wollte natürlich ausschließlich fahren, also haben wir beschlossen, dass jeder heute sein eigenes Ding macht. Wir haben noch gemeinsam um acht das Haus verlassen und dann gehen die zwei Abenteuer los. 🚏
Amelies Tag
Für mich begann der Tag erst einmal ganz unspektakulär mit einem Fußmarsch. Von unserem Zuhause ging es ungefähr 20 Minuten zu Fuß bis zur Bushaltestelle in Llucmajor. Dort angekommen, musste ich nur noch auf den Bus warten, der mich in Richtung Cala Llombards bringen sollte. Die Busfahrt zog sich dann allerdings doch ein gutes Stück, ungefähr eine Stunde und 15 Minuten war ich unterwegs. Dafür konnte ich mich während der Fahrt schon einmal zurücklehnen und die Landschaft Mallorcas an mir vorbeiziehen lassen. In Cala Llombards angekommen, begann dann der eigentliche Teil meines Ausflugs: eine kleine Wanderung entlang der Küste. Mein Tagesziel war Es Pontàs, ein beeindruckendes natürliches Felsentor, das draußen im Meer zwischen Cala Llombards und Cala Santanyí liegt. Von Cala Llombards aus führte mich der Weg in Richtung Cala Santanyí und zum Aussichtspunkt des Mirador des Pontàs. Dabei ging es teilweise über befestigte Wege, teilweise aber auch über felsiges Gelände und kleinere Küstenpfade. Also machte ich mich auf den Weg und nahm mir dabei viel Zeit, die Umgebung auf mich wirken zu lassen. Immer wieder führte der Weg an kleinen Buchten vorbei, zwischen Felsen hindurch und über offene Ebenen. Zwischendurch konnte ich den Blick über das türkisblaue Meer schweifen lassen. Besonders auffällig waren die riesigen, protzigen Fincas, die immer wieder auf den weitläufigen Grundstücken entlang des Weges auftauchten. Zwischen der wilden Küstenlandschaft und den teilweise wirklich beeindruckenden Häusern entstand ein ziemlich interessanter Kontrast. An den kleinen Buchten machte ich immer wieder kurz Halt, setzte mich hin, arbeitete ein bisschen an meinem Blog und genoss für einen Moment die Ruhe. Lange hielt ich es dort allerdings nie aus, denn schließlich wollte ich unbedingt noch den Aussichtspunkt erreichen. Die Wanderung war stellenweise etwas felsiger, als ich zunächst erwartet hatte, aber genau das machte den Weg für mich eigentlich noch schöner. Immer wieder gab es neue Ausblicke auf das Meer und die Küste zu entdecken, sodass die Strecke trotz der kleinen Anstrengung nie langweilig wurde. Und dann war es plötzlich so weit: Ich hatte den Aussichtspunkt erreicht. Zum Glück war es noch relativ früh am Tag und dementsprechend kaum etwas los. Das war wirklich perfekt, denn so konnte ich in Ruhe ein paar schöne Fotos machen und musste mich nicht mit vielen anderen Menschen um den besten Platz am Aussichtspunkt streiten. Vor mir lag einfach nur das weite, blaue Mittelmeer und draußen im Wasser ragte Es Pontàs aus den Wellen. Ich blieb eine Weile dort und genoss die Aussicht. 🥾
Nach der Wanderung tat es gut, einfach einmal stehen zu bleiben und nichts machen zu müssen. Gleichzeitig merkte ich aber langsam, dass ich dringend Wasser brauchte. Also hieß es: weiter zum nächsten Supermarkt. Mein Ziel war ein Spar in der Umgebung. Ich war schon fast dort angekommen, als ich an der Pamboleria Es Pontàs vorbeikam. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich allerdings noch ein anderes Problem bemerkbar gemacht: Ich hatte mittlerweile richtig Hunger. Also beschloss ich kurzerhand, nicht einfach weiterzulaufen, sondern eine kleine Pause einzulegen und etwas zu essen. Ich setzte mich in die Pamboleria und schaute auf die Speisekarte. Leider gab es dort zu dieser Uhrzeit noch kein richtiges Mittagessen, weshalb ich mich stattdessen für ein Frühstück entschied. Und das war definitiv keine schlechte Entscheidung. Vor mir landete ein ziemlich üppiges Frühstück mit Croissants, Pancakes, Obst, Nutella und Erdbeeren. Dazu gab es ein Sprudelwasser. Im Grunde hatte ich damit also einfach noch einmal gefrühstückt, obwohl der Tag eigentlich schon lange begonnen hatte. Während ich aß, konnte ich gleichzeitig überlegen, wie ich den restlichen Tag verbringen wollte. 🥐
Ursprünglich hatte ich mir vielleicht noch etwas mehr vorgenommen, aber mein Fuß machte mir inzwischen ziemlich deutlich klar, dass er davon nicht besonders begeistert war. Nach dem vielen Laufen und der Wanderung tat er inzwischen schon wieder unfassbar weh. Deshalb beschloss ich, meine Pläne kurzerhand etwas anzupassen. Anstatt noch weitere Kilometer zu sammeln und mir irgendeine Sehenswürdigkeit nach der nächsten anzusehen, wollte ich einfach nur noch an einen schönen Strand, mich dort hinlegen, ein bisschen Sonne tanken und in Ruhe an meinem Blog weiterschreiben. Nachdem ich mein Frühstück beendet hatte, zahlte ich deshalb recht schnell und machte mich wieder auf den Weg. Bevor es zum Strand ging, schaute ich noch einmal beim Spar vorbei, um endlich das dringend benötigte Wasser zu kaufen. Außerdem konnte ich natürlich nicht widerstehen und nahm mir noch ein kleines Muschelarmband als Erinnerung an den Tag mit. Außerdem ist meins kaputtgegangen ganz am Anfang, als ich mit Jonas zusammenkam, weil er sich so kitzelte. Danach ging es endlich weiter Richtung Playa Santana. Dort angekommen, war für mich erst einmal Pause angesagt. Nach dem frühen Aufstehen, der langen Busfahrt, dem Fußweg und der Wanderung entlang der Küste war ich froh, endlich nicht mehr irgendwohin laufen zu müssen. Ich suchte mir einen gemütlichen Platz und verbrachte die nächsten Stunden einfach am Strand. Ich sonnte mich, ließ den Tag ein bisschen auf mich wirken und arbeitete zwischendurch weiter an meinem Blog. Es war genau das, was ich nach der Wanderung gebraucht hatte: kein Zeitdruck, keine weiteren großen Pläne und einfach ein paar Stunden am Meer. ☀️🌊
Gegen 15 Uhr kam dann mein Bus, mit dem es wieder zurück nach Hause ging. Damit war mein kleiner Ausflug auch schon wieder vorbei. Am Ende war es ein ziemlich abwechslungsreicher Tag gewesen: erst der Fußweg zur Bushaltestelle, dann über eine Stunde Busfahrt, anschließend die Wanderung entlang der Küste von Cala Llombards in Richtung Es Pontàs, kleine Buchten, Felsen, riesige Fincas, ein wunderschöner Aussichtspunkt, ein überraschend großes Frühstück, ein kurzer Abstecher zum Spar und schließlich noch ein paar entspannte Stunden am Strand. Und obwohl mein Fuß am Ende definitiv anderer Meinung war, hat sich der Ausflug gelohnt. Vor allem der Moment am Mirador des Pontàs, als ich fast alleine dort stand und einfach über das offene Meer schauen konnte, war einer dieser kleinen Momente, die einen Urlaubstag besonders machen. 💭
Jonas‘ Tag
Früh gings los, aber doch etwas später als geplant. Das lag aber daran, dass ich nicht wirklich geschaut hab, wann die Sonne aufgeht. Ich habe fest damit gerechnet, dass ich gegen 7 Uhr losfahren kann, aber da wars noch nichtmal wirklich hell. Da blieb dann noch etwas mehr Zeit für Frühstück und die Vorbereitung des Equipments. So wirklich motiviert war ich nicht, denn die Anstiege, die vor mir standen, sollten es in sich haben, Wolken sollte es heute keine geben und dann musste ichs auch noch alleine ohne meine Amsel fahren. 🌅
Um 08:00 Uhr sind wir dann beide zeitgleich zur Tür raus gegangen und unsere Wege haben sich an der Kreuzung getrennt. Ich bin in Richtung Berge gefahren und Amelie lief in Richtung Innenstadt zum Bus. Die ersten paar Meter waren noch richtig frisch und ich musste mich zusammenreißen, nicht zu erfrieren. Glücklicherweise ging es relativ schnell in den ersten kleinen Anstieg (der höchste Punkt der heutigen Tour) und da ist es mir dann auch schon warm geworden. Am Straßenrand konnte ich einige Schilder zu einem Lauf-Event entdecken. Ich habe versucht herauszufinden, was das war, aber auf den Schildern selbst konnte ich das praktisch nicht erkennen. Im Dorf Randa habe ich dann schon die hunderten Läufer gesehen, die sich bereit machten und ihre Startnummern holten. Es war wohl ein Trailrunning-Event, wie ich später am Abend herausfinden konnte, mit etwa 850 Höhenmetern und 17 km. 🏃
Ich bin wieder aus dem Dörfchen herausgefahren und konnte dann nur wenige Minuten später schon den unfassbaren Blick auf das gesamte Tramuntana-Gebirge erhaschen. Ich hatte im Kopf immer den Gedanken: Keine Zeit für Pause, nur die wichtigsten Stops mitnehmen und schnell wieder nach Hause. So hielt ich nur ein paar Sekunden an und verlor keine Zeit. Der Ausblick blieb noch eine Weile sehr schön, dann ging es aber erstmal knapp 40 km durchs Landesinnere. Nicht ganz so spektakulär von der Landschaft, jedoch waren die Radwege echt super. Man war eigentlich nie auf großen Hauptstraßen, sondern schlängelte sich durch kleine alte Straßen durch die ganzen Dörfchen. Gleichzeitig gabs aber genug Möglichkeiten, sich in einem Supermarkt mit Getränken oder kleinen Snacks auszustatten. 🏔️
Nach etwa 50 Kilometern bin ich dann in einer größeren Stadt, Can Picafort, am Meer angekommen. Dort hatte ich schon gar keine Lust mehr, die Hitze wurde immer mehr, es war gleich schon Mittag und ich hab kaum 50km geschafft. Das zog mich irgendwie alles runter und ich wollte nur noch nach Hause. Aber aufgeben ist keine Option, daher hab ich mir im Aldi etwas zu essen geholt - was beides tatsächlich echt scheiße geschmeckt hat, aber danach gings schon gleich weiter. 🤢
Ich bin dann relativ lange direkt an der Küste gefahren mit einem schönen Ausblick aufs Meer. Aber wie's an der Küste nun mal ist, hatte ich extremen Gegenwind und das erschwerte alles noch mehr. In Summe bin ich bis jetzt aber eigentlich fast nur bergab gefahren und nicht wirklich bergauf. Meine Kraft sagte mir aber etwas anderes. Angekommen in Pollenca war es dann so weit und es hieß: Jetzt geht's zum Cap 💨
Ich war heilfroh, dass ich endlich hier angekommen bin, aber gleichzeitig auch nicht, denn jetzt kamen die ganzen Höhenmeter und das mal wieder zur Mittagshitze. Ich bekam schon langsam Kopfweh, obwohl ich wirklich mehr als genug getrunken habe, und meine Knieschmerzen brachten mich fast um den Verstand. Das Einzige, was mir nur irgendwie den Berg rauf half, waren laute Musik und der Gedanke an den kühlen Pool, wenn ich zu Hause bin. 🥵
Der Ausblick wiederum war auf dem Weg hier nach oben wirklich schön! Ich konnte mir also nur erhoffen, wie schön es dann vorne am Cap sein würde. Es ging nach dem Anstieg und neuen Getränken dann gleich wieder runter, dann wieder hoch, dann wieder runter, dann wieder hoch und so gings eigentlich weiter bis zum Cap. Die letzten 7km waren keine Autos mehr erlaubt, also man war mit hunderten Rennradfahrern und ein paar Fußgängern komplett alleine auf der geteerten Straße. 🎢
Der Weg dorthin war glaube ich das eigentliche Ziel. Denn die Aussicht, die man immer wieder mal hatte, war wirklich atemberaubend schön! Gleichzeitig aber natürlich auch sehr anstrengend. Vor mir stand der schlimmste Teil laut Komoot und Garmin. Ein Anstieg mit anfangs einer Durchschnittssteigung von 7% wurde immer steiler, denn man fuhr eigentlich mit 0 - 1% dorthin, bis die Durchschnittssteigung bei 21% landete. Ich stopfte mich nochmal mit Gummibärchen voll und hoffte, dass ich das irgendwie schaffen konnte. Und dann… nichts. Kein schlimmer Anstieg. Ich konnte die 5% gemütlich im zweiten Gang fahren, denn das war wohl ein „GPS-Fehler“ aufgrund des Überhangs und des Tunnels. Also alles, wovor ich mich so gefürchtet habe, war nicht dort. Puh! 😅
Endlich am Leuchtturm angekommen, habe ich gleich meine Amsel angerufen, doch sie ist leider nicht rangegangen. Das Netz hier war auch nicht sehr gut, ich habs ein zweites Mal probiert, aber auch das blieb leider erfolglos. Also habe ich mich dazu entschlossen, mir schonmal etwas zu trinken und zu essen zu holen. Es gab dort drin die wichtigsten Snacks und Getränke, die Sportler so brauchten, und bepackt mit etwas Gebäck, einer Cola und Wasser habe ich mir einen Platz gesucht. Drin im Schatten habe ich leider nichts gefunden, daher blieb erstmal nichts anderes übrig, als mich wieder raus in die pralle Sonne zu setzen. Das machte mir irgendwie noch mehr zu schaffen. 🗼
Dort hat Amsel mich dann zurückgerufen und wir haben versucht zu telefonieren. Ich war irgendwie überfordert mit der Situation, und total fertig, daher konnte ich ihr nicht viel zeigen. Das Netz war auch immer noch sehr schlecht, daher ist es bei uns beiden alles nur sehr abgehackt angekommen. Ich habe versucht, das Essen so schnell wie möglich reinzuschaufeln, um aufstehen und ihr den Ausblick zeigen zu können. Aber als ich dann aufgestanden bin, war das Netz fast komplett weg und der Anruf hat gar nicht mehr funktioniert. Traurig und immer noch alleine hab ich mir nochmal ein Wasser gekauft und mich bereit für den Rückweg gemacht. 📵
Der Rückweg hatte es deutlich mehr in sich als der Hinweg. Nicht nur, weil die Hitze nun die absolute Spitze erreicht hat, sondern auch, weil meistens kein Wind ging und die Anstiege deutlich steiler waren. 10 % waren hier keine Seltenheit. Und wenn dann vier Rennradfahrer im Visma-Lease-a-Bike-Trikot in Gelb an einem vorbeiheizen wie auf der Tour de France, dann fühlt man sich noch schlechter. Doch ich habe mir immer eingeredet, das ist alles fürs Training! Alles mit der Ruhe, entspannter Puls und alles langsam, aber stetig. 🚴
Irgendwann bin ich dann auch wieder fast am Ursprungspunkt angekommen, ich kontrollierte nochmal, ob ich Netz hatte, und habe dann gleich nochmal bei Amsel angerufen. Diesmal konnte sie den Ausblick sehen und hier war's sogar schöner als direkt vorne am Leuchtturm. Wir haben also ein paar Minuten gequatscht und dann bin ich weitergefahren – ich wollte ja schließlich noch zuhause ankommen. 📞
Nachdem ich mich dann den letzten Anstieg nach oben gekämpft hatte, ging's wieder eine Weile bergab. Dann über eine ätzend-langweilige Landstraße mit vielen Autos, bis ich am Eroski-Supermarkt ankam. Dort gab's dann die letzte längere Pause von mir, da ich nach den ganzen Anstiegen nochmal Kraft tanken musste. Es gab frisches kühles Trinken und ein paar Minuten saß ich im Schatten, bis es weiterging. Das war definitiv der Tiefpunkt der Tour. Ich konnte gar nicht genau sagen, was es war, es war einfach die Kombination von allem. Von hier aus waren es noch mindestens zwei Stunden nach Hause und der Gedanke machte mich irgendwie fertig. 🥵
Aber am Ende hilft ja nix, ich muss ja irgendwie zu Hause ankommen und am besten auch noch, bevor es zu spät ist. Schließlich ist morgen Abflug und wir müssten am besten heute noch die Räder auseinanderbauen und einpacken. Ich hab mich also zusammengerissen, die Zähne zusammengebissen und bin los. Teilweise mit und ohne Musik, ich wusste nicht so recht, was ich wollte. Bei den Anstiegen war es hilfreich, bei den schnelleren Bergab-Passagen hatte ich Angst, dass mir der AirPod rausflog – was aber nicht passiert ist. 🎧
Das Einzige, was das alles wieder ein bisschen wettmachte, war die tolle Landschaft und Straße. Mitten im Tal rechts die untersten Teile des Tramuntana-Gebirges und völlige Ruhe. Ein Auto alle 15 Minuten und die ein oder anderen Rennradfahrer hat man noch gesehen, aber eigentlich war ich die meiste Zeit für mich. Das hatte auch etwas Schönes, aber mit meiner Amsel wäre es auf jeden Fall schöner gewesen. Die Temperatur wurde langsam geringer, mein Kopfweh jedoch stärker. Ich bin einfach so dahingefahren und musste immer mal wieder kurze Verschnaufpausen mit Rollen ohne Pedalieren einlegen. 🤕
Knapp 30 km bevor ich zuhause war, habe ich mir im Lidl noch Eistee und Snickers gekauft. Die zwei Dinge hatte ich heute bei der Tour noch nicht getrunken oder gegessen und sie hingen mir daher auch noch nicht zum Hals hinaus. Das hat mir noch das letzte bisschen Energie verschafft, um nach Hause zu kommen. 🍫
Kurz bevor ich zu Hause angekommen war, kamen nochmal die letzten Höhenmeter. Sie waren nicht besonders steil, aber es zog sich einfach fürchterlich lange. Und hinter jeder Kuppe und kurzen Abfahrt wartete dann schon wieder der nächste kleine Anstieg. Und so ging es immer weiter und weiter. Doch als ich das endlich geschafft hatte, hieß es wirklich die letzten Kilometer nach Llucmajor fliegen! Es ging bergab und ich bin mit einem 40er Schnitt nach Hause geflogen. Als ich dort ankam, war ich aber wirklich fix und fertig. Ich bin leider nicht gleich reingekommen, denn Amsel hatte mich ausgesperrt. Daher machte ich es mir erstmal auf dem Boden gemütlich und als mir die Tür geöffnet wurde, ging es sofort weiter zum Pool. 🔑
Die Abkühlung hat unglaublich gut getan und mein Kopfweh ist auch gleich besser geworden. Ein frischer Schluck kaltes Sprudelwasser war auch das Beste und Leckerste, was ich heute getrunken habe! 🏊
Ab jetzt wieder gemeinsam
Nach meiner Abkühlung machte ich mich gleich an die Räder. Amelies Sattel steckte noch im Rahmen fest, da die Schraube am ersten Tag abgebrochen ist. Wir bekamen diese also nicht mehr raus. Zum Glück hatte das Rad gerade so mit dem abgebauten Sattel in den Koffer gepasst, sonst hätten wir wirklich ein Problem gehabt. Alles andere hat wieder eine Schaumstoffpolsterung bekommen und ist im Koffer bzw. in der Tasche verschwunden. Das ganze andere Zeug bereiteten wir zwar vor, haben es aber heute nicht mehr eingepackt. 🧳
Wir hatten eigentlich noch mehr als genug Essen da, darunter Nudeln, Müsli, Obst, aber Amelie wollte unbedingt am letzten Abend noch essen gehen. Wir sprangen nach den Rädern noch unter die Dusche und machten uns hübsch. Anschließend sind wir gemütlich ins Restaurant gelaufen und haben uns dort einen Tisch gesucht. Leider gabs nur noch drin welche, der war aber direkt unter der Klimaanlage. Bevor wir überhaupt richtig saßen, hat uns die Bedienung einen Tisch draußen angeboten, der in ein paar Minuten frei werden würde. Wir warteten also geduldig und waren froh, dann draußen zu sitzen. 🍽️
Hier war noch das blühende Leben unterwegs. Unzählige Kinder spielten noch auf dem Hauptplatz und schrien rum, die Eltern waren gerade auch zum Essen hergekommen – und das um etwa 21:30 Uhr. Wir haben durch die Karte gestöbert und uns beide für einen Burger entschieden. Bei der Bestellung haben wir uns noch Baguette mit Oliven und Aioli dazu genommen. Bei Amelie gabs einen Spicy Burger und Jonas entschied sich für einen Monster Burger (ohne Ziegenkäse). Der Spicy Burger war super, aber der andere war etwas gewöhnungsbedürftig. Geschmacklich war es theoretisch ganz gut, aber das Fleisch erinnerte sehr stark an Ziege, obwohl es eigentlich Stier sein sollte. Wir wurden natürlich trotzdem beide satt und haben uns danach noch eine Creme Catalan bringen lassen. Vergleichbar mit einer Crème brûlée. 🍔
Glücklich und zufrieden konnten wir aber leider noch nicht nach Hause gehen, sondern wir mussten noch einen Briefkasten aufsuchen, damit wir unsere Postkarten abgeben konnten. Leider war der 5 Minuten in die entgegengesetzte Richtung von unserer Finca, und das, obwohl Jonas nicht mehr laufen wollte. 📮
Der kleine Verdauungsspaziergang endete dann bei unserer Finca, dort wurden Zähne geputzt und dann ging's sofort ins Bett. 😴












































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