Hossa Hossa Valldemossa

16. September 2026
Tipp: Bildslider am besten immer ganz ansehen!

Nach der Nacht haben wir uns dann wirklich mal ausgeschlafen und sind erst um 10 Uhr aus dem Bett gekommen. Amelie war eigentlich schon lange wach, aber Jonas hat noch ewig vor sich hin geschlummert. Irgendwann haben wir es dann aber doch geschafft, aufzustehen und in den Tag zu starten. 😴

Dann gab's erstmal eine Mango und Cornflakes zum Frühstück, das musste zunächst als Powerration für unsere heutige Fahrradtour reichen. Nach dem Frühstück haben wir uns dann zum Radlfahren fertig gemacht und sind gegen 11:30 Uhr aber erst losgekommen. 🥭

Die ersten Kilometer war es relativ flach und total entspannt. Erster kurzer Stopp in Santa Maria del Camí und dort einen Riegel für Amsel und Powerade sowie Wasser mitgenommen. Bis dahin war noch alles relativ entspannt und wir waren uns sicher, dass wir die heutige Strecke gut schaffen würden. Langsam ist es aber immer wärmer geworden und wir haben die pralle Sonne mitgenommen. ☀️

Nach nur ein paar Kilometern kam dann der erste Anstieg für den heutigen Tag und auch zugleich der höchste. Knapp 6 km lang und knapp 400 Höhenmeter. Aber alles wirklich sehr gut fahrbar, denn er hatte im Durchschnitt nur 5 % Steigung. Der Name war Coll de Sóller. Auf dem Weg nach oben haben uns immer wieder Radfahrer überholt, die einfach deutlich schneller als wir waren. Trotzdem haben wir uns davon nicht einschüchtern lassen und sind ganz entspannt weitergefahren. Für Amelie war es der erste große Anstieg mit dem Rennrad über eine weite Distanz. Wichtig war, dass der Puls im Rahmen bleibt und dass man sich noch die Kraft für später aufspart, wir hatten schließlich noch eine weite Strecke vor uns. 🚴‍♀️

Irgendwann war es dann endlich geschafft und wir standen oben. Eigentlich hatte ich erwartet, dass es dort einen Aussichtspunkt gibt, wo man kurz anhalten und sich vom Berg erholen kann. Stattdessen ging es einfach direkt wieder bergab, fast 10 km nur runter. Unten sind wir dann in Sóller angekommen, unserem ersten Ziel. Sóller ist bekannt für die Holzeisenbahn, die durch die engen Gassen fährt, und entsprechend waren unfassbar viele Touristen unterwegs. Schön war es trotzdem. Wir haben uns ein Restaurant fürs Mittagessen (Ca'n Pintxo Restaurant) gesucht und erstmal eine kurze Pause gemacht. 🚋

Zur Vorspeise gab es Croquetas de Pollo und Pimientos, als Hauptgang dann Bolo für Amelie und Chicken mit Salat und Pommes für Jonas. Das Essen war wirklich lecker und wir haben es ziemlich reingehauen, weil wir von der ganzen Fahrerei vorher schon ganz schön hungrig waren. Viel Zeit haben wir uns dort aber nicht gelassen, kurz noch auf Toilette und dann ging es auch schon wieder los. Wir hatten nämlich noch nicht mal die Hälfte der Tour geschafft und es war mittlerweile schon fast 15 Uhr. 🍽️

Danach haben wir uns noch schnell ein paar Getränke gekauft und schon stand der nächste Anstieg direkt vor uns. Der war zwar etwas kürzer als der erste, dafür aber mit der gleichen Steigung – also wieder rauf. ⛰️

Dann ging es wieder runter und wir hatten einen echt krassen Ausblick auf das Meer. So anstrengend die Anstiege auch immer sind, es ist doch jedes Mal wieder geil – zum einen, weil man oben ankommt und es einfach geschafft hat, und wenn man dann noch den Blick auf das weite Meer hat, ist sowieso alles vergessen. Und das Beste: Man kann sich einfach zurücklehnen und abrollen lassen. 🌊

Wir rollten noch ganz entspannt dort entlang und konnten die Aussicht genießen. Aber eben nicht zu lange, denn dann wartete schon der nächste Anstieg nach Valldemossa auf uns. Der hatte es dann schon mehr in sich: wieder 6 km lang und immer wieder mal Passagen mit 10 %. Das war definitiv hart zu fahren und dazu war es unfassbar heiß, aber wir ließen uns davon nicht abhalten und strampelten fleißig weiter, bis wir oben angekommen waren. Dann sind leider ein paar Wolken aufgezogen, die sehr sehr dunkel waren, und wir dachten schon, dass es gleich anfängt zu regnen. Allerdings waren die Wolken eigentlich perfekt, um uns ein bisschen von der Hitze abzuschirmen. ☁️

Endlich angekommen — und richtig froh darüber. Den Aussichtspunkt haben wir dann aber ausgelassen, eigentlich gibt es da nämlich einen besonderen Viewpoint, von dem aus man den Ort überblicken kann. Den haben wir uns gespart, weil es noch ein paar Kilometer mehr gewesen wären und wir etwas Kraft und Zeit sparen wollten. Schade eigentlich, denn der Ort ist ja bekannt für seine vielen kleinen bunten Häuschen und die engen Gassen. So haben wir am Ende nicht mal ein richtig schönes Bild davon gemacht. 🏘️

Amelie musste dringend aufs Klo, aber wir haben partout keines gefunden. Ich hab zwar an mehreren Stellen nachgefragt, wurde aber immer nur zur Touristinformation weiterverwiesen, weil es dort wohl ein öffentliches WC gab. An allen anderen Toiletten stand sogar schon von außen dran, dass die nur für Restaurantbesucher sind. Schon ein bisschen absurd für so einen extremen Touri-Ort, dass es da nicht mal ein Klo gibt. Immerhin gab es dann wenigstens eine Kugel Eis für uns – Pistazie und Zimt-Zitrone. Eine lange Pause wurde es dadurch aber nicht, wir sind ziemlich schnell wieder weiter. 🚻

Das Gute diesmal: Es ging fast nur bergab und wir mussten nur noch ein bisschen geradeaus. Bis Palma waren es dann nur noch rund 10 Kilometer und schon war das Ziel erreicht. Dort haben wir erst mal eine Pause am Carrefour gemacht, Jonas hat seine Getränke aufgefüllt, wir konnten auf Toilette gehen und haben kurz einen Cookie und eine Banane gegessen. Danach wieder ewig bergab, fast bis Palma. 🍪

Wir waren quasi schon in Palma und sind dann Richtung Küste runtergefahren, vorbei am Hafen. In der Stadt hat man ziemlich schnell gemerkt, dass sie definitiv nicht für Radfahrer gemacht ist: keine Radwege, unfassbar eng und einfach sehr viel Verkehr. Wir wollten eigentlich auch nur schnell durch die Stadt durch, runter ans Meer und dann am Wasser entlang in den nächsten Ort. Ursprünglich stand hier noch ein Schloss auf dem Plan, das haben wir dann aber auch sein lassen, um Zeit zu sparen. 🚦

Danach sind wir gefühlt ewig an der Küste entlanggefahren, auf einem richtig guten Radweg direkt am Meer. Bestimmt 10 bis 15 Kilometer waren es, bis wir in s'Arenal ankamen – genau wie gestern. Dort haben wir dann beschlossen, den gleichen Weg wieder zurückzufahren, statt den anderen mit dem langen Highway und dem eher mäßigen Radweg zu nehmen. 🛣️

Nach ungefähr zehn Minuten hat Amelie dann gestreikt und brauchte ein Taxi, das sie nach Hause fährt. Die Schmerzen beim Sitzen und im Sprunggelenk waren einfach immer noch da, und weiterzufahren wäre schlicht sinnlos gewesen. Dazu kam, dass es zeitlich schon knapp auf Sonnenuntergang zuging und wir gar kein Licht dabeihatten - wir hätten deutlich schneller fahren müssen, damit es überhaupt noch hell bleibt. Also hat Amelie sich das Taxi bestellt, wir haben gemeinsam gewartet, bis es da war, dann wurde das Fahrrad eingeladen, und für Amelie war die Tour damit beendet. 🚕

Als Amelie zuhause ankam, hat sie sich direkt um die Pizza gekümmert. Uber oder Lieferando gab es hier nicht, also musste sie sie zu Fuß abholen. Der Weg war aber zum Glück nicht weit, sie ist nur kurz zu einem indischen Restaurant gelaufen und hat dort die Pizza geholt. Zwischenzeitlich hat Jonas die Fahrt noch mit Handtaschen zu Ende gebracht und ist kurz vor der kompletten Dunkelheit zum Glück unversehrt angekommen. Ein paar Minuten später war dann auch Amelie mit der Pizza schon wieder zurück. 🍕

Kurz darauf kam Amsel dann mit der Pizza und wir haben zusammen gegessen. Danach lief noch ein bisschen Serie nebenher, aber wirklich aufnahmefähig waren wir beide nicht mehr. Total erschöpft sind wir dann gemeinsam ins Bett gefallen. 📺

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