Holla die Waldfee ist das weit

Tipp: Bildslider am besten immer ganz ansehen!

Es ist mal wieder soweit und die nächste Reise steht auf dem Plan. Diesmal kein reines Sportevent wie bspw. in den Niederlanden aber irgendwie auch doch. Unser Plan war es eine Woche bzw. acht Tage bei Bibione in einem Ferienhaus mit Dennis und Bibi zu verbringen. Aber Jonas wär ja nicht Jonas wenn das alles wäre, daher hat er sich in den Kopf gesetzt, dass er mit dem Rad dorthin fährt. Ursprünglich wollten wir an zwei Tagen gemeinsam dorthin radeln aber die Distanz und die Höhenmeter waren für Amelies beginnende Radkarriere noch zu hoch. Und wir wollten auch nicht zu viele Urlaubstage verschwenden, daher ist die Entscheidung gefallen und Jonas fuhr alleine. 🚴‍♂️

Jedoch mit einem Begleitfahrzeug, welches die wichtigsten Verpflegungen für die Nacht parat hatte. Diese Tatsache kombiniert mit über 400km Strecke und knapp 4.500 Höhenmetern brachte viel Planung mit sich. Jonas wollte am frühen Nachmittag los fahren, die gesamte Nacht möglichst durchfahren und am nächsten Morgen am Ziel in Bibione ankommen. Für das Vorhaben wurden Unmengen an Süßigkeiten sowie Getränken gekauft. Hochgerechnet war das teurer als der Sprit fürs Auto… Aber naja, diese Chance hatte man ja nicht immer, deswegen musste man das ausnutzen. 🍫

Nach tagelanger Vorbereitung, stundenlanger Routenplanung, mehrmaligen Einkäufen und unfassbar viel Stress ist der Tag der abreise endlich angekommen. Zugleich sehr aufgeregt aber auch mit viel Respekt machte Jonas sich fertig. Das Auto haben wir noch kurz vor seiner Abreise gemeinsam eingeladen und dann hieß es erstmal: wir sehen uns in Insbruck. 😘

Jonas‘ Teil der Fahrt:

Endlich gehts los! Die Vorbereitung hätte praktisch nicht besser sein können. Die gesamte letzte Woche habe ich mit Magnesium, Trainings-Tipps und noch vielem mehr versorgen lassen. Die Kombination von KI sowie einem Marathonläufer mit jahrelanger Wettkampferfahrung machten das perfekt. Ich hatte am Samstag sowie Sonntag eine kurze Radtour, welche als sog. Activation dienen sollte. Ebenso gabs gestern ein Kilo Nudeln und heute eine große Portion Haferflocken. Meine Beine fühlten sich frisch an und da ich erstmal ja „nur“ nach Innsbruck musste und dort der erste Stop war, hatte ich richtig Bock! 🥣

Das Wetter sah richtig gut aus und ich hatte sogar etwas Rückenwind. Die ersten Kilometer liefen nur so dahin, erst am Walchensee vorbei durch Scharnitz, Seefeld und dann auch gleich schon die Österreichische Grenze. Beim Zirler Berg (Durschn. 16% Gefälle) habe ich irgendeine Abfahrt verpasst, denn dort sind Räder verboten. Ich habe die Schilder zwar gesehen, das Navi lotzte mich aber auf dem Weg weiter und eine Umleitung oder Alternativroute habe ich auch nicht gefunden. Also hab ich es durchgezogen mit einer kurzen Bremens-Kühlpause auf den LKW Bremsstreifen. Genau in der Zeit fuhr Amelie an mir vorbei und wir haben kurz vor Innsbruck schon ein paar Worte gewechselt. Ich wollte aber keine Zeit verlieren und bin demnach gleich weitergefahren zum Billa Plus in Innsbruck. Dort wartete Amelie dann wieder auf mich und ich hatte die ersten 80km hinter mir und konnte dort eine kurze Getränkepause machen. 🚸

Nachdem die vorräte und Energie wieder aufgefüllt war, ging es in den steilsten Anstieg der Tour. Das freut mich, denn dann hatte ich das schonmal weg! Es sind zwar nur knapp 400 Höhenmeter gewesen, doch die anderen Anstiege wären alle deutlich länger aber flacher. Ich kämpfte mich nach oben und musste ziemlich stark Schwitzen, mein ganzes Rad war vollständig nass und voller Schweiß.

Nach einer ganzen Weile bin ich schließlich am Fuße des Brennerpass angekommen und der Anstieg stand bevor. Dieser ließ sich aber wirklich sehr gut fahren und hatte nicht zu viele steile Passagen. Um 21:00 Uhr bin ich dann schließlich in der Dämmerung oben am Brenner angekommen. Der ursprüngliche Plan oben eine Pause zu machen, warm anzuziehen und dann runter zu fahren habe ich kurzerhand über Bord geworfen und mir gedacht, dass ich sofort weiterfahren würde und das letzte Tageslicht noch bei der Abfahrt ausnutze. 🌄

Die Abfahrt machte richtig Spaß, war aber deutlich weniger Bergab als ich dachte. Es ging immer wieder steil nach unten und dann wieder viel geradeaus. Also summierte sich die Zeit der Abfahrt und die knapp 35km dauerten eine Weile. Hinzu kam, dass ich nur ein Licht dabei hatte und die Nacht doch ganz schön schnell eingebrochen ist. Also war es wirklich schon sehr Dunkel! Da ich hier noch nicht auf der Straße, sondern noch auf dem Radweg gefahren bin, stelle das eine ziemlich große Herausforderung da. Links, Rechts, Hoch, Runter und das die ganze Zeit mit einem viel zu dunklen Licht. Die Navigation war dadurch sehr erschwert und hinzu kam der Gedanke, dass ich mich weit weg von der Straße befand. Würde mir hier etwas passieren, hatte Amelie praktisch keine Chance zu mir zu kommen. Das ein oder andere Mal hatte ich mich auch etwas verfahren bis ich letztendlich gesagt habe - Scheiß drauf, ich bleib auf der Straße! 🔦

Die nächste Pause war dann in einem kleinen Örtchen Namens Fortezza am Bahnhof. Es waren 155km sowie über 2.000 Höhenmeter geschafft und ich war heilfroh und fühlte mich super! An dieser Station gabs für mich ein neues Radoutfit und eine komplette „Dusche“ mit Waschlappen uvm., warmen Reis mit Lauchzwiebel und Hühnchen, was wir heute morgen noch frisch gekocht hatten. Verspeist wurde das dann im Auto eingekuschelt in einer Decke, damit ich nicht zu sehr auskühlte. 🍚

Nach etwa einer Stunde Pause hatte ich keine Wahl und musste natürlich weiterfahren. Die Nacht war grundsätzlich extrem dunkel (No Shit Sherlock) aber auch mit zwei Lichtern am Rad änderte das nicht sehr viel. Die jetzige Strecke führte wieder größtenteils alleine durch die Straßen bzw. Radwege bis wir uns wieder am nächsten Stropp in Bruneck trafen. Dort gabs eine Toilettenpause und nochmal Getränke auffüllen. 🚻

Schnell ging es weiter und ab jetzt mit Amelie direkt im Nacken. Durch das Fernlicht am Auto konnte ich endlich die Straße sehen und fühlte mich um ein vielfaches sicherer. Hin und wieder überholte uns mal ein Auto aber das war schon eher die Seltenheit. Kilometer für Kilometer schraube ich mich langsam Richtung dem höchsten Punkt der Route - und zwar dem Kreuzbergpass. Wenn man sich die Route von Komoot anschaue, dann ging es praktsich von Kilometer 167 bis 230 durchgehend bergauf, wenn auch das steile Stück des Passes nur etwa 10 Kilometer lang war. Angekommen in Welsberg, gegen 04:00 Uhr musste ich meinen ersten kurzen Powernap einlegen. Die Laune ging etwas bergab und es war eiskalt und stockfinster. Davon wollte ich einfach etwas Zeit überbrücken und lieber mehr im Hellen fahren. 🚘

Beim letzten Stopp davor in Innichen bzw. San Candido war der Tiefpunkt der Laune und Lust erreicht. Es war einfach unfassbar kalt (etwa 4°C). Ich hatte drei Lagen an und habe trotzdem gefroren. Meine Füße waren eiskalt und taten schon weh und ich dachte mir einfach verdammt, ich hab gerade erstmal die Hälfte der Tour geschafft…. 🥶

Doch langsam ging die Sonne auf und es wurde wieder Hell. Ich konnte die Dolomiten sehen und Amelie hat mir gut zugeredet, dass ich das genießen sollte also habe ich versucht das beste daraus zu machen. Oben am Pass angekommen war ich heilfroh aber extrem ausgekühlt. Ich musste mich also definitiv nochmal etwas länger aufwärmen und habe einen zweiten kleinen Powernap im Auto eingelegt. Etwa 45 Minuten später entschloss ich mich dazu weiterzufahren. In der Toilette des Hotels noch schnell einen Toilettenstopp eingelegt und weiter gings! ⛰️

Wenn ich so auf meinen Tacho schaute, konnte ich es trotzdem kaum glauben. Ich hatte 230km in der Tasche und die schlimmsten Höhenmeter lagen bereits hinter mir. Insgesamt waren es schon über 3.000. Jetzt stand also wieder die Abfahrt vor mir. Ich legte zusätzlich eine vierte Schicht Kleidung an und machte mich auf den Weg nach unten. Es war eine wirklich Tolle Abfahrt und ging knapp 30 Kilometer lang. Der nächste kurze Halt für neue Getränke war in Santo Stefano geplant und ab dort sollte es nun wirklich zum letzten hohen Punkt hinauf gehen. Wir legten dort noch einen Frühstücksstopp ein und holten uns im Supermarkt ein 10er Pack an Schoko-Crossaints, von denen Jonas gleich 6 Stück verdrückte. Mit der dort geschöpften Kraft und weniger Lagen an Kleidung ging es nun also weiter. 🥐

Es wurde nun also Plodn anvisiert, was ganz kurz vor dem höchsten Punkt war. Dort gabs nochmal Wasser aber ohne lang zu fackeln ging es schnell weiter nach Borgata Cima Sappada. Ab jetzt hieß es (so in etwa) nur noch Bergab 140km ins Ziel Rollen. Zu dem Zeitpunkt wusste ich aber auch nicht was mir noch bevorstand… Ich suchte mir also eine Toilette in einer Bar und machte mich dort frisch. Es gab nochmal ein neues Set an Radkleidung und mit 10 Einmalwaschlappen und Babytüchern, machte ich mich so frisch wie es nur ging. Und das alles im dunkeln, denn im Keller schien es wohl kein Strom zu geben. Aber da ich ja jetzt schon an die Dunkelheit gewöhnt war, schaffte ich auch das. 🧻

Zurück am Tageslicht bei Amelie angekommen waren wir uns einig, dass es ab jetzt weniger Pausen geben sollte. Wir wollte ursprünglich gegen 09:00 Uhr am Ziel ankommen, doch mittlerweile war es schon fast 11… Das wird also sportlich, denn auf der Uhr stehen fast noch 150km 🤣

Ich konnte es mir natürlich nicht nehmen auf der Fahrt auch mal etwas verbotenes zu machen. Ich hatte eine wunderschöne Abfahrt bzw. einen wunderschönen Radweg vor mir. Doch der war leider mit einem großen Baustellenschild abgesperrt. Ich sah natürlich links und rechts schon Spuren von anderen die das umgangen sind, daher dachte ich mir, das kann ich auch. Etwas abenteuerlich kletterte ich durch die Büsche um dem Radweg weiter folgen zu können. Eine wirklich Alternative gabs eh nicht, denn die Straße war schon längst nicht mehr in meiner Nähe und der normale andere Weg führte in die falsche Richtung. Also los gings! Nach kurzer Zeit konnte ich dann auch den Grund für die ganzen Schilder sehen. Die Straße wurde durch herabfallende Felsbrocken komplett zerstört! 🚧

Naja hilft ja nix! Ausgestattet mit Wasser und ISO Pulver für die nächsten 40km war das nächste Treffen in Tolmezzo am Aldi vereinbart. Dort gabs kurz noch etwas frisches zu beißen und mehr Getränke. Ohne viel Zeit zu verlieren, ging es nach wenigen Minuten gleich weiter ins 50km entfernte Colloredo di Prato. Die Sonne machte mir mittlerweile am meisten zu schaffen. Ich fühlte mich mittlerweile wieder richtig gut, kaum bis gar nicht erschöpft und keinesfalls so als wäre ich schon über 300km Rad gefahren. Aber die Hitze (knapp 35°C) war wirklich nicht mehr schön. Die Berge verflüchtigten sich natürlich immer mehr, je näher ich dem Meer kam. Dafür stieg die Hitze und der Gegenwind - und das machte mich mental irgendwann wirklich fertig. 🥵

Ich versuchte jeder Wasserstelle vollends auszunutzen die ich fand. Einige hatte ich mir in die Route schon vorher via Komoot eingespeichert und Gott sei Dank hat jede einzelne davon eiskaltes frisches Wasser gespendet! Ich duschte meinen Komplett Körper inkl. Kleidung damit ab, damit ich wieder abkühlen konnte. Die Flaschen wurden mit purem Wasser (statt ISO) gefüllt, damit ich das auf der Fahrt auch nochmal über mich schütten konnte. Zu Trinken hatte ich immer mehr als Genug aber zur Kühlung für den Körper fühlte mir wirklich viel Wasser! 🚰

Endlich in Colloredo di Prato angekommen waren wir an der letzten gemeinsamen Verpflegungsstation wo ich mit Amsel war. Der nächste Stop war mein Ziel! Von diesem Gedanken zehrte ich die letzten zwei Stunden bei massiven Gegenwind, praller Sonne, unglaublich tristen und langweiligen Straßen, die Kilometerlang geradeaus gingen und den letzten kleinen „Anstiegen“ bei denen ich mir nur dachte: Wirklich Komoot? War das jetzt nötig den einzigen Hügel weit und breit mitzunehmen? Außenrum fahren war keine Option?? 🛣️

Von Brunnen zu Brunnen purzelten die letzten Kilometer in Zeitlupe von dem Garmin bis es endlich passierte und ich in Aprilia Marittima angekommen bin. Ich konnte es kaum glauben, ich konnte die Piniennadeln riechen, ich sah die ganzen kleinen Häuschen und rollte die letzten Meter in Richtung Ziel. Am Tor wartete Dennis bereits auf mich und am Pool Amsel und Bibi. Ich konnte gar nicht mehr klar denken und war einfach etwas neben der Spur, daher blieb der große Jubel und Freude aus, dafür bin ich sofort in den Pool gesprungen und habe mich abgekühlt! 🏁

Ich sags euch, das Gefühl nach so einer Tour anzukommen ist der Wahnsinn! So viel Leiden auf dem Weg, so viel in kürzester Zeit erlebt und trotzdem hat es der Körper irgendwie ohne große Ausfälle überlebt.

410 Kilometer,

4.330 Höhenmeter und eine reine Fahrtzeit von

18 Stunden 50 Minuten.

Leichte Rückenschmerzen, Beine fühlen sich super an und auch sonst gehts mir eigentlich super. Lediglich mein linker Ringfinger ist taub aber das wird schon wieder!

Würde ich es wieder machen? Sofort!

Würde ich es ohne Amsel machen? Definitiv nicht… Ohne die Möglichkeit mich im Auto aufzuwärmen und mich zu Erholen und immer seelischen Beistand zu haben hätte ich es definitiv nicht so frisch ans Ziel geschafft. Wäre ich schneller gewesen? Bestimmt. Hätte ich abgebrochen? Vielleicht.

Naja aber jetzt kann der Urlaub erstmal so richtig beginnen!

Amsels Teil der Fahrt

Endlich war die lange Vorbereitungszeit abgeschlossen und Jonas hat das Haus auf seinem Cubi verlassen. Für mich stand eigentlich noch ein kurzer Lauf auf dem Plan. Danach wollte ich noch schnell duschen, die letzten Sachen packen und ungefähr zwei Stunden später ebenfalls losfahren. Allerdings hat mich die Aufregung dann doch komplett überrannt und ich hab beschlossen, den Lauf einfach zu streichen, direkt duschen zu gehen, die Sachen zu packen, die Wohnung ready zu machen und sogar noch eine halbe Stunde früher als geplant loszufahren. Zum Glück hab ich das Laufen am Ende des Tages gecancelt, denn sonst wär ich definitiv viel zu spät losgekommen. Als dann endlich alle sieben Sachen im Auto verstaut waren, konnte die Reise losgehen. 🚗

Bevor es aber richtig losging, musste ich noch ein wichtiges Accessoire abholen und zwar das Campinggeschirr von Verena, damit wir unterwegs unser Essen warm machen können. Kaum war auch das eingepackt, ging's endlich Richtung Innsbruck. Ich war schon richtig lange nicht mehr dort und hab mich deshalb total auf die Strecke gefreut, vor allem auf das wunderschöne Bergpanorama, das man dort einfach immer zu sehen bekommt. Sobald man den Zirler Berg runterfährt fühlt man sich direkt als wäre man im Urlaiub. Da ich wusste, dass Jonas schon ein gutes Stück Vorsprung hatte, bin ich ganz entspannt und quasi im Schneckentempo losgefahren. Zum Glück war sowieso einiges an Verkehr, also hätte ich gar nicht schneller fahren können. Ab Beginn der Fahrt hab ich gefühlt jede Minute auf „Wo ist?“ geschaut, um zu sehen, wo Jonas gerade unterwegs ist. So konnte ich ihn die ganze Zeit verfolgen. 🏔️

Kurz vor Innsbruck ging's am Zirler Berg erst mal bergab und plötzlich seh ich Jonas am Straßenrand stehen. Er wusste sich kurz nicht mehr weiterzuhelfen. Die Strecke am Zirler Berg ist nämlich für Radfahrer gesperrt. Die Schilder hätten's zwar eindeutig angezeigt, aber er ist natürlich trotzdem runtergefahren. Ein Autofahrer auf der Gegenfahrbahn hat ihn dann auch direkt durchs offene Fenster zusammengeschrien. Genau in dem Moment, als ich an ihm vorbeigefahren bin, hat er mich angerufen und wir haben kurzerhand beschlossen, uns auf dem Rastplatz am Zellerberg zu treffen. Da der nur ein paar Meter weiter war, konnte Jonas schnell runterrollen und sich erst mal frisches Wasser und die ersten Snacks aus dem Begleitfahrzeug holen. Ich war ehrlich gesagt ziemlich erstaunt, weil er aussah, als wär er gerade erst vor fünf Minuten aufs Fahrrad gestiegen. Komplett frisch. Wir hatten beschlossen, bei jedem Stopp ein gemeinsames Foto zu machen, damit wir die Tour schön festhalten können. Also gab's direkt das erste Beweisfoto. 📸

Ich war richtig froh, dass er so gut drauf war und wir konnten mit einem richtig guten Gefühl weiterfahren zum ersten geplanten Stopp beim BILLA Plus in Innsbruck. Für mich waren das mit dem Auto nur noch ungefähr 15 Minuten, Jonas hat auch nicht viel länger gebraucht und war nach etwa einer halben Stunde ebenfalls am Parkplatz angekommen. Dort haben wir erst mal kurz Pause gemacht, ein bisschen gesnackt und ich bin noch schnell in den Bippa gehüpft, um für ihn Feuchttücher zu kaufen und sich kurz frisch zu machen. Danach waren die Energiereserven wieder aufgefüllt und es konnte weitergehen Richtung Patsch. 😊

An sich waren es bis dorthin gar nicht so viele Kilometer, dafür aber einige Höhenmeter. Ich hatte eine ganz entspannte Anfahrt und war schon nach ungefähr zwölf Minuten am Treffpunkt angekommen. Ich hab mich auf den Parkplatz vom M-Preis gestellt und dann begann das erste Mal die große Warterei. Um die Zeit sinnvoll zu nutzen, bin ich noch kurz einkaufen gegangen und hab mir ein paar Milchschnitten, ein alkoholfreies Weißbier und saure Pico Balla geholt. Jonas hat sich währenddessen tapfer den Berg hochgekämpft und war nach ungefähr 45 Minuten auch bei mir. Wir haben seine Wasserflaschen wieder aufgefüllt, er hat ein paar Snacks gegessen, die Sonnenbrille gewechselt und dann ging's auch schon wieder weiter. 💪

Als nächsten Stop haben wir diesmal Steinbach am Brenner vereinbart. Ich wartete hier nach meiner kurzen Autofahrt wieder knapp 45 min auf einem Parkplatz der Raiffeisenbank. Pünktlich zur Prime Time, um 20:15 Uhr, ist Jonas dann mit bester Laune und einem strahlenden Grinsen in Steinach angekommen. Wie bei jeder Pause war das Procedere mittlerweile dasselbe: Flaschen auffüllen, Snacks einpacken, Bussis verteilen und schon ging's wieder weiter. 💛

Jetzt stand der Endspurt bis zum Brennerpass an. Für mich bedeutete das wieder eine Viertelstunde Autofahrt und anschließend ungefähr 45 Minuten warten. Die Zeit hab ich genutzt, um schon mal das Abendessen vorzubereiten. Ich hab den Gaskocher aufgebaut, alles ausgepackt, was warm gemacht werden musste, und anschließend wieder eingepackt, weil ich den Standort wechseln wollte. Ich bin mit dem Auto noch ein bisschen hin und her rangiert, bis es etwas windstiller war. Irgendwann hatte ich dann endlich den perfekten Platz gefunden, alles wieder aufgebaut und... musste trotzdem noch mal eine halbe Stunde warten. Jeder, der mich kennt, weiß, dass Warten wirklich das ist, was ich am allermeisten hasse. Aber was tut man nicht alles für seinen Hasen, der sich ständig irgendwelche verrückten Sachen in den Kopf setzt. 😅

Bis zum Brennerpass warteten noch einige Höhenmeter auf Jonas, deshalb hat er etwas länger gebraucht als gedacht. Die Zeit verging für mich gefühlt überhaupt nicht, aber um 21:05 Uhr kam er endlich um die Kurve geschossen. Ich hatte mittlerweile selber schon riesengroßen Hunger und hab mich die ganze Zeit auf meine Spaghetti Bolognese gefreut. Jonas hat meine Pläne allerdings komplett durchkreuzt und beschlossen, erst mal noch ungefähr 30 Kilometer bergab zu fahren, weil er sich so gut fühlte und das letzte Tageslicht ausnutzen wollte. Also hat er sich zwei dicke Jacken angezogen, Schal, ein Tuch für den Kopf und Handschuhe und schon war er wieder verschwunden. Ich durfte also mein liebevoll vorbereitetes Abendessen wieder komplett einpacken. Ich hab absichtlich noch ein bisschen getrödelt, damit er einen kleinen Vorsprung bekommt, und bin dann ebenfalls wieder ins Auto gestiegen und losgefahren. 🌙

Mittlerweile wurde es langsam dunkel und ich war schon ganz schön müde. Zum Glück hatte Jonas bereits seine Lichter dabei. Außerdem hatte ich inzwischen einen riesengroßen Hunger. Als nächsten Treffpunkt haben wir Franzensfeste vereinbart. Dort hab ich mir an einem etwas mysteriösen Bahnhof einen Platz gesucht. Es standen ziemlich viele komische Leute herum und trotzdem hab ich beschlossen, dort erst mal einen Powernap zu machen, weil ich einfach komplett übermüdet war. Meine Fahrzeit vom Brenner betrug gerade mal 20 Minuten, also hatte ich noch ungefähr eineinhalb Stunden Zeit, bis Jonas ankommen würde. 😴

Einschlafen war allerdings gar nicht so einfach. Am Bahnhof war es viel zu hell und ständig liefen irgendwelche merkwürdigen Männer herum. Dann sind auch noch die Carabinieri vorbeigefahren und haben sich bestimmt gefragt, was ich mitten in der Nacht alleine im Auto mache. Nach ungefähr einer halben Stunde hab ich es dann doch geschafft einzuschlafen und einen perfekten Powernap von 26 Minuten hingelegt. Obwohl ich mir extra einen Wecker gestellt hatte, bin ich direkt wieder wach geworden und hab mich danach tatsächlich gefühlt wie frisch ausgeschlafen. Trotzdem musste ich noch fast 45 Minuten auf Jonas warten. Die Zeit hab ich natürlich absolut sinnvoll genutzt und gefühlt einmal komplett Instagram durchgescrollt. 📱

Man glaubt es kaum, aber um 22:45 Uhr kam Jonas endlich angeschossen. Ich hab zuerst noch mal das Auto umgeparkt, damit wir etwas windgeschützter an einer Mauer stehen konnten. Während Jonas sich umgezogen und frisch gemacht hat, hab ich seinen gebratenen Reis mit Gemüse und Hähnchen aufgewärmt. Er war nach wie vor topfit und hatte beste Laune. Das hat mich ehrlich gesagt richtig beruhigt, denn jetzt standen noch einige Kilometer in der absoluten Dunkelheit bevor. Jonas saß erst mal im Auto und hat sich aufgewärmt, während ich mir endlich meine Spaghetti Bolognese warm gemacht hab. Ganz romantisch haben wir zusammen im Auto gegessen, konnten ein paar Minuten entspannen und uns vor allem wieder aufwärmen. 🍝

Diesmal hat sich Jonas etwas mehr Zeit für die Pause genommen und war fast eine Stunde bei mir. Kurzzeitig hatte ich tatsächlich das Gefühl, dass er jetzt gleich aufgibt und einfach gemütlich mit mir im Auto weiterfahren möchte. Hat er natürlich nicht gemacht. Kurz vor Mitternacht ging's für ihn wieder weiter und unser nächster Treffpunkt war Bruneck. 🚗

Jonas ist schon mal losgedüst und ich hab noch alles fertig ins Auto gepackt, bevor ich mich ebenfalls auf den Weg gemacht hab. Für mich war's mal wieder nur eine kurze Fahrt und nach ungefähr einer halben Stunde war ich auch schon wieder am nächsten Treffpunkt. Mittlerweile war es 00:30 Uhr und ich hab langsam gemerkt, dass die Müdigkeit einsetzt. Jonas hatte schon angekündigt, dass er beim nächsten Stopp unbedingt ein richtiges Klo braucht. Also hab ich mich in Bruneck auf die Suche gemacht. Um die Uhrzeit hatte natürlich nur noch eine öffentliche Toilette offen und wir hatten echt Glück. Das war mit Abstand die nobelste öffentliche Toilette, die ich je gesehen hab. Nach einem Besuch hat sie sich komplett selbst gereinigt und getrocknet, somit war immer alles picobello. Bis ich überhaupt dort angekommen bin, war's allerdings auch wieder ein kleines Abenteuer. Ich bin erst mal mit dem Auto über die Fußgängerzone gefahren, dann wieder zurück, weil ich nicht mehr rausgekommen bin, und erst danach hab ich gecheckt, dass man die Toilette auch ganz entspannt von der anderen Straßenseite aus anfahren kann. Zum Glück hat Jonas von der ganzen Aktion nichts mitbekommen, sonst hätte er bestimmt wieder gesagt: „Amsel macht Amselsachen“ 😂

Um 1:40 Uhr war's dann endlich so weit und Jonas hat Bruneck ebenfalls erreicht. Er hat sich noch mal umgezogen, ist schnell aufs Klo gegangen und ich hab in der Zeit seine Wasserflaschen aufgefüllt. Danach wurden noch neue Snacks eingepackt und dann wurde gar nicht lange gefackelt weiter ging die Reise. Wegen der Dunkelheit hatte Jonas mittlerweile schon ein bisschen Bammel. Trotz der guten Lichter hat man auf den unbekannten Fahrradwegen einfach nicht besonders viel gesehen und ganz allein durch die Nacht zu fahren war schon ziemlich spooky. Deshalb haben wir beschlossen, dass ich ab jetzt einfach hinter ihm herfahre, damit auch wirklich nichts passieren kann. 🌙

Als nächstes hatten wir Percha angepeilt. Gegen 2:30 Uhr in der Früh hat sich Jonas Meter für Meter den Berg hochgekämpft und ich bin mit Schrittgeschwindigkeit hinter ihm hergerollt. Währenddessen hab ich die ganze Zeit überlegt, was eigentlich anstrengender ist: in Schrittgeschwindigkeit hinter ihm herzuschleichen oder normal zu fahren und dafür am Ziel ewig zu warten. Beides war ehrlich gesagt ziemlich mühsam. Trotzdem war ich nachts einfach froh, in seiner Nähe zu sein, weil ich mir so deutlich weniger Sorgen gemacht hab. Zum Glück waren die Straßen fast komplett leer und so kamen wir Schritt für Schritt unserem Ziel näher. 🚴‍♂️

Gegen 3:35 Uhr sind wir schließlich in Welsberg-Taisten angekommen. Dort hat Jonas zum Glück beschlossen, eine kurze Schlafpause einzulegen. Ich selbst hab kein Auge zugemacht, weil ich kurz davor noch einen Kaffee getrunken hatte. Jonas dagegen ist sofort eingeschlafen und konnte sich wenigstens ein bisschen erholen. Nach der kurzen Pause gab's wieder Wasser, einen Bananensnackund weiter ging's. Trotz der eisigen Temperaturen hat Jonas immer noch gestrahlt. Die Energie war tatsächlich noch da, nur die Motivation hielt sich mitten in der Nacht verständlicherweise etwas in Grenzen. Das Gute war aber: Es dauerte nicht mehr lange, bis die Sonne aufgehen würde. Endlich war wieder ein kleines Zwischenziel in Sicht. 🌅

Unser nächster Treffpunkt war Innichen, dort sind wir gegen 5:00 Uhr in der Früh angekommen. Es hat schon langsam gedämmert und es wurde endlich hell. Jonas war mittlerweile komplett durchgefroren und auch die Motivation ließ langsam nach. Hier gab's noch mal gebratenen Reis, damit er ein bisschen Energie tanken konnte. Sein Gesichtsausdruck hat mir allerdings ziemlich deutlich gezeigt, dass er am liebsten einfach ins Auto eingestiegen wäre. Das kam natürlich überhaupt nicht infrage. Also haben wir direkt den nächsten Treffpunkt vereinbart. Da es mittlerweile hell geworden war und der Verkehr langsam zunahm, haben wir beschlossen, dass Jonas wieder alleine weiterfahren kann. So musste ich nicht ständig LKWs und andere Autos ausbremsen. Für mich bedeutete das ungefähr 20 Minuten Autofahrt und anschließend fast zwei Stunden warten. 🚗

Das Gute an dem Stopp war allerdings die Aussicht. Ich hatte einen perfekten Blick auf die Dolomiten. Draußen hatte es gerade mal 4,5 Grad und gleichzeitig stand ich am Kreuzbergpass, dem höchsten Punkt der gesamten Tour. Das bedeutete zum Glück auch, dass die meisten Höhenmeter endlich geschafft waren. Trotzdem war das Warten diesmal richtig mühsam. Ich war komplett übermüdet, durchgefroren und hatte riesigen Hunger, konnte aber irgendwie nichts essen. Instagram hat mich gelangweilt, lesen wollte ich nicht und schlafen auch nicht. Ich wollte einfach nur, dass Jonas endlich bei mir ankommt. Es hat sich angefühlt wie eine halbe Ewigkeit. Kurz hab ich sogar überlegt, ihm zu Fuß entgegenzugehen, aber dafür war es einfach viel zu kalt. ❄️

Um 6:36 Uhr war es dann endlich so weit. Jonas kam angeradelt, ist aber erst mal einfach an mir vorbeigefahren, weil er den letzten Anstieg noch komplett fertig fahren wollte. Erst als der geschafft war, ist er mir quasi direkt in die Arme gefallen und hat sich ohne groß zu überlegen ins vorgeheizte Auto gesetzt. Er war völlig am Ende. Eigentlich wollte er direkt wieder weiterfahren, aber ich hab ihn zu einer kurzen Pause und etwas Schlaf überredet. Die 30 Minuten Schlaf waren Gold wert und danach ging's ihm direkt wieder ein gutes Stück besser. Mittlerweile ging auch die Sonne auf und wir waren bereit für das nächste Teilstück. 🌅

Es war zwar immer noch eisig kalt, aber jetzt wurde es endlich Zeit für ein bisschen Sonne und wärmere Temperaturen. Um 8 Uhr ging's weiter Richtung Santo Stefano di Cadore. Das Beste daran: Ab jetzt ging's erst mal gefühlt ewig bergab. Mit jedem Höhenmeter, den Jonas runtergefahren ist, wurde es draußen ein kleines bisschen wärmer. Auch ich wurde durch die Sonne endlich wieder etwas munter und war einfach nur froh, dass wir die anstrengende Nacht hinter uns hatten. Für mich waren's wieder nur ungefähr 15 Minuten Autofahrt, Jonas brauchte rund 45 Minuten, perfektes Timing also. Dort angekommen haben wir erst mal einen kleinen Supermarkt besucht um frühtück zu kaufen. Dann haben wir ein kleines Frühstück auf einer Bank gemacht, uns gegenseitig noch mal motiviert und die ersten Sonnenstrahlen genossen, die Wasserflaschen aufgefüllt, einige Schokocriossants und einen Apfel gegessen, Danach ging's auch schon wieder weiter. ☀️

Die Freude übers Bergabfahren hielt allerdings nicht besonders lange an, denn schon kurz danach ging's wieder ständig hoch und runter. In Sappada Gran Villa war Jonas gegen 10:20 Uhr das erste Mal richtig fertig. Er saß völlig erledigt und zerstört neben mir auf der Bank. Ich hab ihm noch ein Powerade und ein Red Bull besorgt, auch wenn ich mir nicht sicher war, ob das jetzt noch den großen Unterschied machen würde. Wie immer wurden die Wasserflaschen aufgefüllt, neue Snacks eingepackt und dann ging's auch schon wieder weiter. So ein zacher Hund...unfassbar. 💪

Etwa 40 Minuten später haben wir uns in Cima wieder getroffen. Diesmal waren endlich alle großen Höhenmeter geschafft. Das bedeutete: Die Hälfte der Strecke war geschafft und ab jetzt ging's größtenteils nur noch bergab oder geradeaus Richtung Cima Sappada. Dort war auf einem Parkplatz noch ein kurzes Fresh-up geplant. Jonas hat sich einmal komplett frisch gemacht und neue Fahrradklamotten angezogen. Ich hab ihm währenddessen neues ISO-Pulver vorbereitet, die Flaschen aufgefüllt, frische Snacks hergerichtet, selbst kurz Zähne geputzt und mich ebenfalls umgezogen. Gegen 11:30 Uhr sollte es dann wieder weitergehen. 🚴‍♂️

Ursprünglich war eigentlich geplant, dass wir um diese Uhrzeit schon in Aprilia Marittima angekommen wären. Durch die ganze Verspätung haben wir aber beschlossen, jetzt etwas mehr aufs Gas zu drücken und dafür weniger Stopps einzuplanen. Jonas musste sich ab jetzt immer ungefähr 50 Kilometer bis zum nächsten Treffpunkt durchschlagen. Für mich war das ehrlich gesagt auch ganz angenehm, weil ich endlich mal länger als nur 15 Minuten am Stück Auto fahren konnte. 🚗

Der nächste Halt war Tolmezzo. Wir haben uns dort einen Parkplatz beim Aldi ausgesucht und es gab weit und breit genau einen einzigen Schattenplatz und der war zum Glück noch frei. Ich war ziemlich früh dort und hab beschlossen, noch mal einen Powernap zu machen. Diesmal konnte ich fast eine Stunde schlafen und den hab ich definitiv gebraucht. Gerade als ich wieder aufgewacht bin, kam Jonas um die Ecke wie immer mit einem Grinsen im Gesicht und bester Laune. Er ist zuerst schnell in den Aldi gegangen und hat sich Mittagessen geholt. Ich hab gewartet, bis er wieder zurück war, und bin dann selbst noch einkaufen gegangen. Für mich gab's Knoblauchbrot, Fleischkäse, einen Fertigkaffee und einen Eistee. Jonas hat sein Sandwich quasi in Rekordzeit verdrückt, wir haben wieder die Flaschen aufgefüllt, Snacks nachgelegt und schon ging's weiter. 🍽️

Der nächste Halt war Passons di Prato jetzt wurde es langsam richtig italienisch. Mittlerweile war es auch schon 16 Uhr am Nachmittag. Während meiner langen Wartezeit hab ich die Gelegenheit genutzt und das Auto schon mal ein bisschen aufgeräumt. Für mich war das nämlich der letzte Stopp vor unserem Ziel. Mittlerweile war es unfassbar heiß draußen und ich konnte mir gut vorstellen, wie sehr Jonas die Hitze zu schaffen machte. Trotzdem kam er, wie eigentlich immer, mit einem breiten Grinsen im Gesicht um die Ecke, komplett durchgeschwitzt und schon mit einem leichten Sonnenbrand. Natürlich haben wir wieder seine Wasserflaschen aufgefüllt, gefühlt zum 800. Mal Sonnencreme aufgetragen und dann hieß es endgültig: Endspurt! Für Jonas gab's noch ein eiskaltes Red Bull und eine kleine Wasserdusche, bevor er sich auf die letzten Kilometer gemacht hat. ☀️

Für mich standen jetzt noch ungefähr 45 Minuten Autofahrt an, bis ich endlich an unserem Ferienhaus angekommen bin. Auf den letzten Kilometern hatte ich fast Freudentränen in den Augen. Ich war einfach unendlich froh, dass wir es bis hierher geschafft hatten und vor allem unglaublich stolz auf Jonas, dass er diese verrückte Tour tatsächlich durchgezogen hat und unterwegs nichts passiert ist. Gegen 17:30 Uhr bin ich an unserem Ziel angekommen und der liebe Denis hat schon am Tor auf mich gewartet, um mich zu empfangen. Ich konnte kaum glauben, dass ich nach insgesamt 26 Stunden Autofahrt endlich im Urlaub angekommen war. Das Warten war allerdings noch immer nicht vorbei, denn Jonas musste die letzten Kilometer natürlich auch noch mit dem Fahrrad zurücklegen. 🏡

Gemeinsam mit den anderen beiden hab ich schon mal das Auto ausgeräumt und alles auf unser Zimmer gebracht. Danach war für mich sofort klar: Ich muss jetzt erst mal in den Pool und mich abkühlen. Zum Glück hat es dann gar nicht mehr lange gedauert. Um 18:37 Uhr kam Jonas endlich durchs Tor gefahren. Er hat's tatsächlich geschafft! Ohne groß zu überlegen hat er sich direkt ausgezogen und ist voller Freude in den kalten Pool gesprungen. Damit hatte die Höllenfahrt endlich ihr verdientes Ende. 🎉

Mittwoch

Nachdem Jonas endlich angekommen war, durfte er sich noch im Pool abkühlen und kurz ausruhen sowie frisch machen. Aber wir wollten auch nicht zu viel zeit verlieren und die Mägen knurrten bereits, darum haben wir uns blitzschnell für eine nahegelegene Pizzeria entschieden und haben uns mit dem Auto auf den Weg dorthin gemacht! 🚙

Es gab die wohlverdiente Pizza, gutes zu Trinken und wirklich alt sind wir an dem Tag nicht mehr geworden und müde ins Bett gefallen 🍕

Donnerstag

Der richtige Urlaub hat jetzt endlich begonnen. Den ganzen Tag am Pool war unser Plan! Aber zunächst stand das Frühstück auf der Uhr. Jonas konnte es gar nicht mehr erwarten und hat gleich die zwei übrigen Stücke Pizza von gestern verdrückt. Währenddessen startet er damit die Räder noch vom Gepäckträger abzubauen und im Haus zu verstauen. Die ganzen Sportsachen wurden gleich mitsortiert. 🚲🚲

Da wir noch nicht viele Lebensmittel hier hatte, sah es auch mit dem Frühstück noch etwas mau aus. Wir haben also gleich mal unsere nächste Aufgabe vorverlegt und sind nach Lignano für den Großeinkauf gefahren. Wir steuerten zunächst die Metzgerei an, da wir heute Abend grillen wollten und deckten uns dort mit frischem Fleisch ein. Darunter Hühnchen, Truthahn, Frühlingszwiebeln in Speck sowie den Guanciale für die Carbonara. 🥓

Als nächstes gings gleich in den Gemüseladen nebenan und dort kauften wir ebenfalls alles notwendige für die kommenden Abende. Aubergine zum Grillen, Zwiebeln, Knoblauch, eine riesige Wassermelone und vieles mehr von bester Qualität und super frisch. Außerdem war alles riesengroß. 🍉

Als Nächstes ging's eigentlich zum Lidl. Auf dem Weg dorthin wollte Denis aber unbedingt noch zum Getränkemarkt. Er wusste allerdings nicht mehr genau, wo der war, und deshalb sind wir erst mal gefühlt ewig durch irgendwelche Seitenstraßen geirrt. Irgendwann sind wir dann wieder auf der Hauptstraße gelandet, hatten endgültig keine Lust mehr auf die Sucherei und sind stattdessen spontan in den italienischen Supermarkt PAM gegangen. Im Nachhinein war das wahrscheinlich die beste Entscheidung überhaupt, denn dort gab's richtig viele italienische Spezialitäten. Jeder hat sich einfach ausgesucht, worauf er Lust hatte. Wein, Süßigkeiten, Getränke und jede Menge Snacks. Am Ende war der Einkaufswagen randvoll und wir waren für die nächsten Tage erst mal bestens versorgt. 🛒🇮🇹

Anschließend sind wir noch zum Tabakladen gefahren. Dort hat sich Denis erst mal ausführlich zu seinen Vapes beraten lassen und natürlich auch noch Zigaretten gekauft. Danach wurde es aber wirklich Zeit, nach Hause zu fahren, denn mittlerweile hatten wir alle einen riesigen Kohldampf. Zu Hause haben wir erst mal ein ordentliches Frühstück aufgetischt: frisches Baguette mit feiner Salami, Schinken, Stracciatella, Avocado, dazu Kaffee und eine Lemon Soda. Genau das Richtige nach der langen Anreise. Anschließend haben wir noch schnell aufgeräumt und sind endlich an den Pool gegangen. Dort haben wir den restlichen Tag einfach nur gechillt und unsere Ruhe genossen. 🥖☕

Kaum waren wir endlich mal richtig entspannt, stellte Jonas schon wieder die alles entscheidende Frage. Er fragte mich allen Ernstes, ob ich glaube, dass er auch eine 500-Kilometer-Tour schaffen würde. Ich war mir erst gar nicht sicher, ob ich mich verhört hatte. Offensichtlich hatte er vom Radfahren immer noch nicht genug und träumte schon wieder von der nächsten verrückten Tour. Ehrlich gesagt war ich mir aber ziemlich sicher, dass er das schaffen würde. Jonas ist einfach so ein Mensch: Wenn er sich etwas in den Kopf setzt, dann zieht er das auch durch. 🚴‍♂️

Der Tag war schon fast wieder vorbei und es wurde Zeit, das Abendessen vorzubereiten. Wir wollten grillen und haben deshalb auf der Terrasse erst mal alles hergerichtet. Denis wollte unbedingt seine Grillwürste machen, aber bevor wir überhaupt anfangen konnten, mussten wir erst mal den Grillrost sauber bekommen. Der sah nämlich so aus, als würde da noch Fleisch von den letzten 5 Jahren dranhängen. Jonas und Denis sind deshalb noch mal schnell in den Supermarkt im Hochhaus gefahren und haben einen Metallschwamm gekauft. Außerdem haben sie gleich noch Soßen mitgebracht, weil wir die beim Einkaufen vorher vergessen hatten. Dann war es endlich so weit: Der Grill wurde angezündet, der Rost war sauber und Amelie und Bianca haben währenddessen ganz fleißig Salate und Gemüse vorbereitet. Am Ende wurde ordentlich gegrillt und mindestens genauso gut gegessen. 🔥🥩

Der Standort von unserem Haus direkt am Hafen war gleichzeitig Fluch und Segen. Einerseits hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf die ganzen Yachten, andererseits wurden wir von den Mücken komplett aufgefressen. Mückenspiralen und das thailändische Anti-Mückenspray haben leider überhaupt nichts gebracht. Da wir aber sowieso alle noch ziemlich erledigt vom Vortag und der langen Anreise waren, haben wir beschlossen, einfach früh ins Bett zu gehen, damit wir am nächsten Tag wieder richtig fit sind. 🌅🦟

Freitag

Freitag, ein neuer Tag! Zum Frühstück gab's erst mal die Reste vom Grillen und natürlich wieder unser leckeres Baguette mit Brotzeit. Viel Zeit haben wir gar nicht verschwendet, sondern sind direkt wieder an den Pool gegangen. Jetzt waren wir endgültig in Italien angekommen und deshalb haben wir schon vor zwölf angefangen, den Wein zu vernichten. Den Tetrapak-Wein hatten wir schließlich schon in Holland aufgemacht, also wurde es langsam Zeit, dass der auch leer wird. Zu viert war das natürlich überhaupt kein Problem. Den ganzen Tag haben wir entspannt, gebadet, viel geratscht und gleichzeitig Pläne für die nächsten Tage geschmiedet. Jonas hat das mit der italienischen Sonne allerdings ein bisschen zu ernst genommen und sich direkt einen ordentlichen Sonnenbrand eingefangen. 🍷☀️

Gegen 17 Uhr sind wir wieder zurück ins Haus, haben uns frisch gemacht und sind anschließend richtig sportlich unterwegs gewesen. Mit den Fahrrädern ging's nach Lignano. Denis hat die Navigation übernommen und uns erst mal Richtung Meer gelotst. Nach ungefähr einer halben Stunde waren wir dort angekommen, allerdings haben wir dann festgestellt, dass wir noch ewig weit von der Promenade entfernt waren. Also haben wir den Meerblick nur kurz genossen und sind mit den Rädern weiter ins Stadtzentrum gefahren. Dort sind wir gemütlich durch die Fußgängerzone geschlendert und haben uns schließlich ein kleines Restaurant in einer Seitenstraße ausgesucht. Für Jonas gab's, wie sollte es auch anders sein, Pizza Salami. Amelie war diesmal etwas mutiger und hat neue Nudeln mit Stracciatella und Tomatensoße ausprobiert. Als Vorspeise haben wir uns außerdem noch einen Caesar Salad geteilt. 🍕🚴‍♂️

Eigentlich war der Tag gar nicht so anstrengend, aber die Kombination aus der vielen Sonne und dem Wein hat uns dann doch ziemlich geschafft. Deshalb haben wir nach dem Essen relativ schnell bezahlt und uns wieder auf den Heimweg gemacht. Natürlich durfte vorher noch ein Eis in der Fußgängerzone nicht fehlen. Danach hieß es: ab aufs Rad und zurück zum Ferienhaus. Im Nachhinein war das allerdings nicht die beste Idee. Es war mittlerweile stockdunkel und wir hatten natürlich kein Licht dabei. Wir sind direkt am Meer entlanggefahren und wurden dabei schon wieder komplett von den Mücken aufgefressen. Dazu kamen noch unzählige kleine Fliegen, die einem während der Fahrt permanent ins Gesicht geflogen sind. Die Rückfahrt hat sich gefühlt ewig gezogen, aber am Ende sind wir alle heil wieder am Haus angekommen. Immerhin haben wir an diesem Tag ganz nebenbei noch knapp 25 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt. 🌙🦟

Zurück im Haus haben wir noch ein bisschen gemeinsam auf der Couch gechillt, geratscht und den Abend gemütlich ausklingen lassen, bevor wir relativ früh ins Bett gegangen sind. Erst da ist Jonas so richtig aufgefallen, wie schlimm sein Sonnenbrand eigentlich geworden war. Sein kompletter Oberkörper und der ganze Rücken waren knallrot. Also haben wir ihn erst mal ordentlich mit After Sun eingecremt und sind danach alle ziemlich schnell eingeschlafen. 😴

Samstag

Wir haben ausgeschlafen und sind gemütlich in den Tag gestartet. Es gab wieder gemeinsames Frühstück mit frischem Baguette was Dennis und Bibi schon geholt haben. Währenddessen hat Amelie eine Guacamole zubereitet und das Frühstück vorbereitet. Alles zusammen war mal wieder vorzüglich und stärkte und für den heutigen Tag: Chillen und Pool! 🍳

Amelie und Jonas arbeitete noch etwas am iPad und erledigten erstmal ein paar Dinge, Dennis und Bibi mussten noch eine Rechnung von deren Chef in einem Restaurant begleichen und machten ein paar kleine Einkäufe im Lidl. Als sie zurück waren haben wir uns schnell dazu entschlossen wieder an den Pool zu gehen und genau das machten wir auch! Wir packten unsere sieben Sachen und sind zum Pool. 🏊‍♂️

Jonas verbrachte die gesamte Zeit im Schatten, denn der Sonnenbrand war wirklich nicht ohne von gestern. Irgendwann ging er dann mit ins Wasser und versuchte sich bestmöglichst vor der Sonne zu schützen, was aber nur mittelgut funktionierte. Eigentlich wollten wir heute Abend Carbonara machen, haben uns dann aber doch dazu entschlossen noch Essen zu gehen und das schöne Wetter draußen zu genießen, denn morgen sollte es den ganzen Tag regnen. 🌧️

Also gesagt, getan und wieder zum Haus um uns fertig zu machen. Als Restaurant haben wir das hier gleich am Hafen ausgewählt, da dieses aus Erfahrung her sehr gut war. Jonas musste noch seine Sportwäsche waschen, daher wanderte die noch in die Waschmaschine. Wir machten uns dann fix wieder mit dem Fahrrad auf den Weg und nach ein paar Minuten waren wir schon dort. 🚴‍♂️

Zur Vorspeise gabs drei mini Burger und als Hauptspeise für Jonas heute mal eine besondere Pizza. Mit Lachs, Pfirsich, Avocado und Frischkäse. Bei Amelie gab es Hähnchen mit Pommes - das wars. Denn Taglia di Pollo ist wohl nicht das gleiche wie Tagliatelle di Pollo. Also war sie sehr enttäuscht und nach einem kurzen Gespräch mit der Bedienung war das Missverständis klar und Amsel bestellte sich noch Nudeln mit Pistazien-Pesto hinterher. Die kamen nach nur ein paar Minuten, also konnte auch sie endlich anfangen zu essen! Je später es wurde, desto mehr Mücken kamen wieder. Die Biester waren kaum abzuwehren und haben uns trotz Antibrumm gestochen. Als Nachspeise gabs noch Sorbeto mit Vodka und weil das mit den Mücken so schlimm war, wollten wir doch wieder schnell nach Hause 🍝🍕

Wieder zurück auf dem Rad brauchten wir nur ein paar Minuten zurück und wir machten es uns gleich auf der Couch gemütlich. Jonas musste nun leider noch seine Wäsche aufhängen aber das war auch nach ein paar Minuten erledigt. Wir saßen also auf der Couch, hörten Musik, quatschten und daddelten auch mal am Handy. Heute mal sehr spät gegen 00:30 Uhr haben wir uns dann ins Bett begeben. Dennis wollte noch nicht und blieb noch etwas wach, aber für die anderen war der Tag nun vorbei 🛌

Sonntag

Wir sind gegen 10:30 Uhr aufgestanden und haben erst mal wieder Frühstück gemacht. Es gab noch ein paar kleine Reste vom Vortag, dazu Toast und Wurst, nichts Besonderes, aber schnell gemacht und richtig lecker. Während dem Frühstück haben wir überlegt, was wir bei dem eher schlechten Wetter unternehmen könnten. Eigentlich stand schon fest, dass wir in eine Shoppingmall fahren wollten, nur welche, wussten wir noch nicht. Was macht man schließlich bei schlechtem Wetter in Italien? Genau, shoppen! Also sind wir nach dem Frühstück nach Portogruaro ins Adriatico gefahren. Dort sind wir durch sämtliche Läden geschlendert. Amelie und Bibi waren natürlich voll in ihrem Element und konnten stundenlang durch die Geschäfte bummeln, während Jonas und Denis nur hinterhergelaufen sind und insgeheim gehofft haben, dass wir bloß nichts finden und schnell wieder fertig sind. Zum Glück gab's zwischendurch auch noch ein paar Elektrogeschäfte, sodass sich die Jungs wenigstens ein bisschen austoben konnten. 🛍️

Danach haben wir noch einen kurzen Stopp im Conad eingelegt, uns kalte Getränke geholt und eine kleine Raucherpause gemacht. Anschließend wollte ich eigentlich noch nach ein paar neuen BHs schauen, hab aber leider nichts Passendes gefunden. Dafür haben wir noch einen Rituals entdeckt und sind erst mal Hände waschen gegangen. Typisch Amsel hab ich natürlich wieder nicht gelesen, was auf der Verpackung stand, und dachte, ich hätte Handcreme erwischt. Blöd nur, dass es Badeöl war. Ich hab mich dann noch gewundert, warum sich meine Hände plötzlich so komisch anfühlen, bis mir aufgefallen ist, was ich da eigentlich benutzt hab. Also hieß es: noch mal Hände waschen. Zum Schluss ging's noch in ein Sportgeschäft. Dort hat Amelie ihre absoluten Traumschuhe gefunden. Allerdings hätte die Verkäuferin jedes Mal erst die passende Größe aus dem Lager holen müssen und das war uns dann doch zu umständlich. Also haben wir beschlossen, die Schuhe einfach später bei Zalando zu bestellen. Das war im Nachhinein sowieso die bessere Entscheidung, denn im Laden hätten sie 120 Euro gekostet und bei Zalando gab's sie später für nur 75 Euro im Angebot. 😂

Irgendwann hatten wir dann alle genug vom Shoppen und es wurde Zeit für einen kleinen Snack. Denis wollte unbedingt seinen Big Mac Wrap von McDonald's. Also sind wir zum nächsten McDonald's gefahren, der auf unserem Heimweg lag. Voller Vorfreude sind wir ausgestiegen und wollten bestellen, bis wir feststellen mussten, dass es den Wrap dort gar nicht gab. Jeder normale Mensch hätte sich jetzt einfach etwas anderes bestellt. Aber Denis wäre nicht Denis, wenn er nicht unbedingt genau diesen Wrap gewollt hätte. Also sind wir tatsächlich noch zu einem zweiten McDonald's gefahren, der quasi schon in unserem Urlaubsort lag. Und was soll ich sagen? Zum Glück haben wir auf Denis gehört, denn der Wrap war wirklich unfassbar lecker. Dort haben wir noch kurz Pause gemacht, überlegt, was wir als Nächstes machen und beschlossen, anschließend noch nach Lignano zu fahren und dort ein bisschen durch die Stadt zu schlendern. 🍔

Gegen 17 Uhr sind wir dann in Lignano angekommen und haben noch mal sämtliche Geschäfte abgeklappert. Amelie und Jonas wollten sich noch ein Souvenir kaufen, Bibi hatte noch ein paar Klamotten im Kopf und Denis brauchte wie eigentlich immer neue Vapes und Zigaretten. Nachdem wir alles erledigt hatten, sind wir am Meer entlang zurückgelaufen und haben noch einen kleinen Abstecher an den Strand gemacht. Dort wurden meine Gründe, warum ich Italien als Strandurlaub einfach nicht mag, mal wieder bestätigt. Das Meer war nicht schön, davor standen kilometerweit Sonnenschirme und Liegen gefühlt 15 Reihen hintereinander. Für eine Liege mit Sonnenschirm hätte man hier auch noch rund 40 Euro pro Tag bezahlen müssen. Wenn man dann noch bedenkt, dass das Wasser voller Seegras war und der Strand insgesamt überhaupt nicht gemütlich wirkte, war ich einfach nur froh, dass wir einen Pool direkt am Haus hatten. 🌊

Schon von Weitem konnten wir sehen, dass es in Strömen regnet. Also haben wir uns beeilt und sind möglichst schnell zurück Richtung Auto gelaufen. Wir hatten nur noch ein paar Meter vor uns, als es plötzlich richtig angefangen hat zu schütten. Natürlich sind wir komplett klatschnass am Auto angekommen und konnten uns erst mal trockenlegen. Danach ging's endlich nach Hause und es wurde Zeit fürs Abendessen. Heute haben Jonas und ich gemeinsam Spaghetti Carbonara für alle gekocht. Dafür hatten wir extra im PAM Guanciale, Pecorino und Parmesan gekauft. Bibi hat währenddessen einen leckeren Salat gemacht und Denis hat sich wie immer um die Musik und den Kampf gegen die Mücken gekümmert. Gefühlt haben wir stundenlang gekocht, weil wir natürlich Portionen für zwei Großfamilien geplant hatten. Gegen 21 Uhr war das Essen dann endlich fertig und es hat sich absolut gelohnt, die Carbonara war richtig lecker. Dazu gab's ein Glas Rotwein und anschließend unseren ersten Fraglino. Fraglino wurde ab diesem Moment ganz offiziell zum Sommergetränk von Amelie und Jonas und wir waren uns sofort einig, dass wir davon unbedingt ein paar Flaschen mit nach Hause nehmen müssen. Nach dem Essen haben wir gemeinsam aufgeräumt, noch ein bisschen geratscht und sind anschließend zufrieden ins Bett gefallen. 🍝🍷

Montag

Neue Woche, neues Glück und diesmal sollte endlich mal wieder ein bisschen Sport gemacht werden. Von der langen Anreise waren wir alle noch ganz schön geschlaucht und haben die letzten Tage immer schön ausgeschlafen. Aber damit war jetzt Schluss. Amelie und Jonas sind früh aufgestanden, haben sich fürs Radfahren fertig gemacht und sind zu einer entspannten Tour gestartet. Geplant waren ungefähr 45 Kilometer. Die Strecke führte am Meer entlang, durch kleine italienische Städtchen und anschließend übers Land wieder zurück zu unserem Häuschen. Diesmal sind wir ganz gemütlich gefahren. Beziehungsweise hat Amelie das Tempo vorgegeben und sich extra viel Zeit gelassen, damit es eine entspannte Rundfahrt wird. Jonas hat sich hinten dran wahrscheinlich schon wieder gelangweilt, aber da musste er durch. 🚴‍♀️

Unterwegs ist dann noch ein kleines Missgeschick passiert. Bei Amelie ist plötzlich die Kette rausgesprungen. Alleine hat sie sie leider nicht mehr draufbekommen und musste ihr Rad so lange schieben, bis Jonas irgendwann gemerkt hat, dass sie gar nicht mehr hinter ihm war. Ein paar Minuten später kam er zurück und hat zusammen mit einem hilfsbereiten Italiener das Rad wieder ready gemacht. Nach ungefähr zwei Stunden und 15 Minuten waren wir schließlich wieder am Ferienhaus angekommen. 🚲

Blöd war nur, dass Denis und Bibi uns kurz vorher geschrieben hatten, dass sie gar nicht zu Hause sind. Noch blöder war allerdings, dass Amelie natürlich keinen Hausschlüssel eingepackt hatte. Also standen wir vor verschlossener Tür. Zum Glück waren die beiden nicht weit weg, sondern saßen nur im Hochhaus beim Frühstücken. Jonas hatte nach der Tour immer noch nicht genug vom Radfahren und hat kurzerhand beschlossen, einfach noch ein paar Kilometer dranzuhängen. Amelie hat sich währenddessen erst mal vor die Haustür gesetzt und wollte warten, bis die anderen wiederkommen. Denis hatte dann aber Mitleid und hat vorgeschlagen, sie einfach zum Frühstück abzuholen. Ein paar Minuten später saß sie schon mit einem Schinken-Käse-Toast im Hochhaus. Währenddessen hat Jonas noch knapp 20 Kilometer mit ordentlich Tempo abgestampelt, damit er endlich auch mal ausgepowert war. 🥪

Nach seiner Extrarunde ist Jonas ebenfalls kurz im Hochhaus vorbeigekommen, hat sich aber nur schnell den Hausschlüssel geschnappt und ist direkt wieder zurückgefahren. Zuhause angekommen hat er sich halb ausgezogen, sich was zu trinken geschnappt und ist direkt in den Pool gesprungen. Kurz davor muss ihn allerdings schon eine Wespe gestochen haben. Kaum war er im Garten, wurde er innerhalb einer Minute gleich noch zweimal gestochen. Drei Wespenstiche auf einmal, das muss man auch erst mal schaffen. Zum Glück konnte er die Stiche direkt im kalten Pool kühlen und sie waren am Ende gar nicht so schlimm. Kurz darauf kamen auch Denis und Bibi und Amelie wieder zurück. Amelie ging erst mal duschen und Jonas gönnte sich zum Frühstück noch eine Portion Spaghetti Carbonara und Wassermelone. 🐝🏊‍♂️

Anschließend haben wir unsere Badesachen, Getränke und eine große Wassermelone eingepackt und den restlichen Tag einfach nur am Pool verbracht. Am Abend wollten wir den Rest der Carbonara noch mal aufwärmen und mit Trüffelpesto verfeinern. Denis hatte allerdings Lust auf Meeresfrüchte in Tomatensoße. Also sind wir kurzerhand noch mal zum PAM gefahren, um die fehlenden Zutaten einzukaufen. Eigentlich haben wir alles gefunden, nur das Trüffelpesto leider nicht. Deshalb mussten wir anschließend auch noch zum EURO-Spar fahren. 🛒

Wieder zu Hause angekommen, haben wir gemeinsam das Abendessen vorbereitet. Jeder hatte seine Aufgabe: Jonas hat die Pasta mit Chicken gekocht, Bibi den Salat gemacht, Denis seine Meeresfrüchte in Tomatensoße zubereitet und Amsel hat Bruscetta gezaubert. Blöd war nur, dass wir alles gleichzeitig gekocht haben. Plötzlich ist nämlich ständig der Strom rausgeflogen. Also haben wir versucht, immer nur einen Teil der Geräte gleichzeitig laufen zu lassen und den Rest nacheinander zu kochen. Trotzdem hat's uns die Sicherung immer wieder rausgehauen. Irgendwie haben wir es aber trotzdem geschafft, alles fertigzubekommen und konnten endlich unser Festmahl genießen. 🍝

Mitten beim Essen war dann auf einmal nicht nur bei uns der Strom weg, sondern in der gesamten Ferienanlage beziehungsweise sogar in der ganzen Gegend. Zwischendurch ging er zwar ein- oder zweimal kurz wieder an, war aber sofort wieder weg. Wir saßen also ungefähr zwei Stunden im Dunkeln. Gestört hat uns das ehrlich gesagt überhaupt nicht. Wir saßen sowieso draußen, hatten Kerzen dabei und haben den Abend einfach in gemütlicher Atmosphäre ausklingen lassen. Danach sind wir zufrieden ins Bett gegangen und haben uns schon auf den nächsten Urlaubstag gefreut. 🕯️🌙

Dienstag

Dienstag, neuer Tag, neuer Sport. Eigentlich war der Plan, dass wir schon um 7 Uhr aufstehen. Tja... eigentlich. Amsel wollte nämlich einfach partout nicht aus dem Bett. Ganze zwei Stunden hat sie sich geweigert aufzustehen. Jonas hat wirklich alles versucht, um sie zu motivieren, aber er hatte absolut keine Chance. Sie hat sich einfach keinen Zentimeter bewegt. Irgendwann war's dann tatsächlich schon 9:30 Uhr und Amelie ließ sich endlich überreden, aufzustehen. Heute standen 8 Kilometer Laufen auf dem Plan und mittlerweile war es natürlich schon unfassbar heiß. Kurz hat Amelie schon bereut, nicht früher aufgestanden zu sein, weil es am Morgen deutlich angenehmer gewesen wäre. Andererseits war das Ausschlafen halt auch einfach zu schön. 😴☀️

Wir haben uns fertig gemacht, unsere Flaschen aufgefüllt, noch kurz gequatscht und wollten eigentlich Richtung Lignano loslaufen. Nach den ersten Metern waren wir allerdings schon komplett durchgeschwitzt. Deshalb haben wir beschlossen, unbedingt irgendwo im Schatten zu laufen. Zu unserem Glück gab es direkt neben unserer Straße einen Fahrradweg, der ungefähr einen Kilometer lang komplett im Schatten lag. Also haben wir dort unsere Trinkflaschen abgelegt und sind tapfer immer wieder auf und ab gelaufen. Zwischendurch war Amsel kurz verschwunden, weil sie dringend auf die Toilette musste, und danach ging's direkt weiter. Auf dem Radweg war außerdem ziemlich viel los, weil dort der Stromkasten unserer Ferienanlage stand und offensichtlich immer noch irgendwas kaputt war. Die Arbeiter dort haben sich bestimmt auch gedacht, was mit uns nicht stimmt, wenn wir gefühlt zwanzigmal an ihnen vorbeilaufen. Uns war das aber völlig egal und wir haben unsere 8 Kilometer trotzdem durchgezogen. Das Beste an der Strecke war, dass man in die eine Richtung immer schönen Gegenwind und dadurch eine kleine Abkühlung hatte. Zurück war's dann natürlich genau andersrum. 🏃‍♀️🌳

Kurz bevor wir fertig waren, haben sich Denis und Bibi gemeldet und geschrieben, dass sie schon mal Frühstück vorbereiten. Das hat perfekt gepasst, weil wir sowieso nur noch ein paar Minuten gebraucht haben. Zuhause gab's leckeres Rührei und wir haben die restliche Brotzeit vom Vortag aufgegessen. Nach dem Frühstück haben wir noch unsere Postkarten geschrieben. Denis hat anschließend noch kurz etwas für die Arbeit erledigt und wir Mädels sind schon mal an den Pool gegangen. Dort bestand der Tag eigentlich aus ganz viel Sonne, vielen dummen Sprüchen von Denis, einigen Flaschen Fraglino und einfach richtig guter Laune. 🍳🍷

Am Abend wollten wir noch mal grillen. Deshalb sind wir etwas früher vom Pool zurück ins Haus und haben uns fürs Einkaufen fertig gemacht. Wir sind wieder nach Lignano zur Metzgerei gefahren und haben dort ordentlich eingekauft. Im Gemüseladen nebenan haben wir uns außerdem noch mit frischen Tomaten für Tomate-Mozzarella eingedeckt. Zuhause ging dann alles ziemlich schnell. Amelie und Bibi haben das Essen vorbereitet und wir haben den Tisch gedeckt, als würden wir gleich eine Großfamilie mit fünf Kindern bewirten. Amelie war sich noch sicher, dass wir niemals alles schaffen würden und bestimmt die Hälfte für den nächsten Tag übrig bleibt. Tja... falsch gedacht. Am Ende war tatsächlich fast alles aufgegessen. 🥩🍅

Während die Männer den Grill vorbereitet haben, konnten wir uns schon langsam aufs Essen freuen. Der Grill hatte allerdings ein kleines Problem: Der Abzug funktionierte nicht mehr. Dadurch haben wir gefühlt die komplette Ferienanlage eingenebelt und sind selbst fast im Rauch untergegangen. Wenigstens hatten wir die Hoffnung, dass die Mücken dadurch endlich verschwinden. Vollgegessen und zufrieden haben wir den Abend dann mit ein paar weiteren Flaschen Fraglino, ganz viel Ratschen und bester Stimmung gemütlich ausklingen lassen. 🔥🍷

Mittwoch

Mittwoch, und schon der letzte Urlaubstag. Für Jonas und Amelie ging's in der Früh natürlich erst mal wieder zum Sport. Auch heute hatte Amelie überhaupt keine Lust aufzustehen und hat schon im Bett gemerkt, wie sehr die Beine vom Vortag wehtaten. Jonas war trotzdem tapfer und hat gegen 7:30 Uhr schon das Bett verlassen. Amelie hat sich immerhin gegen 8 Uhr aus dem Bett gequält. Für Jonas stand noch einmal die gleiche Fahrradrunde wie am Montag auf dem Plan. Amelie wollte eigentlich 15 Kilometer laufen gehen. Während Jonas längst unterwegs war, hat Amelie sich erst mal ganz entspannt Frühstück gemacht und nebenbei noch Spotify auf ihrer Garmin eingerichtet. Eigentlich hat sie alles getan, um das Laufen noch ein bisschen hinauszuzögern. Irgendwann gingen ihr dann aber die Ausreden aus und sie hat doch den Weg nach draußen gefunden. Schon nach dem ersten Kilometer war allerdings klar, dass aus den geplanten 15 Kilometern heute nichts mehr wird. Es war mittlerweile schon wieder unfassbar heiß und deshalb wurden aus den 15 Kilometern am Ende gerade mal zwei. Währenddessen war Jonas fleißig mit dem Rad unterwegs und bestimmt wieder doppelt so schnell wie bei unserer letzten Runde. 🏃‍♀️🚴‍♂️

Amelie ist anschließend direkt wieder zum Haus zurückgegangen. Damit sie wenigstens nicht ganz so faul in den Tag startet, hat sie beschlossen, noch ein bisschen schwimmen zu gehen. Der Pool war ungefähr zehn Meter lang und gefühlt ist sie acht Milliarden Mal hin und her geschwommen. Erst standen 400 Meter Brustschwimmen auf dem Programm und danach hat sie sich endlich ans Kraulen getraut. Nach ein paar Bahnen hatte sie den Dreh tatsächlich raus und konnte die restlichen 1.400 Meter ganz entspannt kraulen. Mittlerweile war auch Jonas wieder von seiner Fahrradtour zurück. Natürlich hatte er immer noch nicht genug Sport und ist nach einer kurzen Abkühlung im Pool direkt noch eine Runde laufen gegangen. 💦🏊‍♀️

Als wir alle wieder im Haus waren, hatten sich Denis und Bibi schon fertig gemacht. Sie wollten zum Mittagessen in die Trattoria Al Ragno di Mario fahren. Dort sollte es richtig gute Muscheln für Denis geben und Bibi freute sich schon auf ihre Spaghetti Carbonara. Nach ungefähr 45 Minuten Autofahrt kamen wir endlich an. Das Restaurant war total urig und gemütlich und die Bedienung war super freundlich. Als wir die Speisekarten bekamen, stellte sich allerdings heraus, dass es eigentlich ein Fischrestaurant war. Die Freude von Amelie hielt sich dementsprechend in Grenzen. Noch schlimmer wurde es, als sie merkte, dass es weder Pizza noch Lasagne und auch keine Nudelgerichte gab, die ihr auf Anhieb zugesagt hätten. Jonas war dagegen schnell fertig mit seiner Auswahl und bestellte Vitello Tonnato und Gnocchi mit Lachs. Bibi blieb bei ihrer Carbonara und Denis entschied sich natürlich für Muscheln und Calamari. Amelie gab sich schließlich mit einer Spaghetti Bolognese zufrieden. 🍝🐟

Kurz nachdem wir bestellt hatten, kam die Bedienung allerdings noch einmal zurück und erklärte, dass die Bolognese leider schon ausverkauft sei. Der Vorschlag war stattdessen Spaghetti mit San-Daniele-Schinken. Amelie wusste eigentlich schon vorher, dass ihr das vermutlich nicht schmecken würde, wollte aber auch keinen großen Aufstand machen und nahm das Gericht trotzdem. Die Vorspeisen kamen relativ schnell und gleichzeitig wurden auch schon Amelies Spaghetti serviert. Jonas war völlig begeistert von seinem unglaublich cremigen Vitello Tonnato und Denis hätte sich am liebsten direkt in seine Muschelsoße reingelegt. Die Spaghetti waren zwar grundsätzlich gut, aber der Schinken war einfach überhaupt nicht Amelies Geschmack. Zum Glück war der Hunger groß genug, dass sie trotzdem satt wurde. Außerdem stand am Abend ja sowieso noch ein zweiter Restaurantbesuch an. 😅

Als dann der Nachbartisch einen warmen Apfelstrudel mit Vanilleeis serviert bekam, war für Amelie sofort klar, dass sie den auch haben muss. Denis hat natürlich nicht lange gezögert und direkt einen bestellt. Damit war die Welt für Amelie wieder in Ordnung. Auch die Hauptgerichte waren richtig lecker. Jonas war begeistert von seinen Gnocchi mit Lachs, Denis von seinen Calamari mit Pommes. Nur Bibi war mit ihrer Carbonara leider nicht ganz glücklich, durfte dafür aber bei Denis mitessen. Gegen 14 Uhr machten wir uns schließlich wieder auf den Heimweg. 🍎🍨

Draußen hatte es mittlerweile 36 Grad und deshalb wollten wir den Nachmittag noch einmal am Pool verbringen. Die letzten Tage hatten wir den Pool eigentlich fast immer für uns alleine. Diesmal war allerdings alles anders. Eine große dänische Familie hatte den kompletten Poolbereich eingenommen inklusive unserer Lieblingsliegen. Jonas und Amelie mussten sich deshalb mit ihren Handtüchern auf den heißen Steinboden legen. Bibi hatte zum Glück ihre eigene Liege dabei und Denis beschloss kurzerhand, lieber noch ein Stündchen im Bett zu schlafen. Trotzdem haben wir das Beste daraus gemacht und die letzten Stunden am Pool noch gemeinsam genossen. Zum Abschied gab's natürlich auch noch eine letzte Flasche Fraglino. Gegen 18 Uhr war die leer und wir gingen zurück ins Haus, um zu duschen und uns für unser letztes Abendessen fertig zu machen. 🍹☀️

Zum Abschluss ging's noch einmal nach Lignano ins Restaurant O' Sole Mio. Dort war unfassbar viel los, trotzdem haben wir zum Glück sofort einen Tisch bekommen. Unsere Bedienung war allerdings nicht gerade die freundlichste. Sie wirkte ziemlich gestresst und unsere ganzen Extrawünsche haben ihre Laune wahrscheinlich auch nicht verbessert. Vorspeise und Hauptgang wurden bestellt und dann hieß es erst mal warten. Die Vorspeisen kamen noch relativ schnell, auf den Hauptgang mussten wir allerdings fast 45 Minuten warten. Mittlerweile hatten wir alle riesigen Hunger und dazu kam noch, dass es im Restaurant keine Klimaanlage gab. Es war unfassbar heiß und der Schweiß lief uns nur so runter. Kurz vor 21 Uhr war es dann endlich so weit und das Essen wurde serviert. Wenigstens hat sich das Warten gelohnt. Amelie bestellte eine Pizza Prosciutto mit Zwiebeln und Knoblauch, Jonas ausnahmsweise mal eine Salami-Pizza mit Knoblauch, Bibi Penne mit Schinken-Sahnesoße und Denis natürlich eine Pizza mit Meeresfrüchten. 🍕🍝

Nach dem Essen haben wir direkt bezahlt und sind noch ein bisschen durch die Stadt gebummelt. Jonas wollte eigentlich noch ein paar schöne Fotos vom Sonnenuntergang machen, den hatten wir durch die lange Wartezeit im Restaurant allerdings längst verpasst. Also schlenderten wir einfach noch gemütlich durch die Straßen. Amelie und Jonas kauften sich als gemeinsames Souvenir eine einheimische Flasche Gin und Bibi besorgte noch ein Geschenk für ihre Nichte. Danach ging's endgültig zurück zum Ferienhaus. 🌇

Dort wartete allerdings noch ein kleines Problem auf uns: Die Klimaanlage funktionierte plötzlich kaum noch und unsere Schlafzimmer waren viel zu warm. Während Amelie und Bibi schon mal angefangen haben zu packen, versuchten Jonas und Denis herauszufinden, warum die Klimaanlage nicht mehr richtig kühlte. Wir haben erst mal alle Türen geöffnet und ordentlich durchgelüftet. Die eigentliche Ursache haben wir zwar nicht gefunden, aber nachdem die Klimaanlage eine kleine Pause bekommen hatte, lief sie zumindest wieder ein bisschen besser. Mit etwas frischer Luft im Zimmer konnten wir schließlich zufrieden ins Bett fallen und unseren letzten Urlaubstag ausklingen lassen. 😴🌙

Donnerstag

Heute war leider schon der Tag des Aufbruchs. Gegen 8 Uhr sind wir aufgestanden und haben direkt angefangen, unsere Sachen zusammenzupacken. Zuerst waren die Klamotten und Koffer dran, danach unsere Küchensachen und natürlich die ganzen Kisten mit dem Sportequipment. Zum Glück leben wir im zu Hause und im Urlaub eigentlich komplett aus unseren grünen Biokisten. Dadurch ist immer alles schön sortiert und an einem Fleck, was das Packen unglaublich erleichtert. Zwischendurch gab's noch die letzten Reste aus dem Kühlschrank zum Frühstück und dann stand die größte Herausforderung des Tages an: Alle drei Fahrräder mussten auf den Fahrradträger. 🚗📦

Bevor wir überhaupt anfangen konnten, musste Amelie erst mal ihren Platten reparieren. Das hatte sie vorher noch nie selbst gemacht, aber unter Jonas' Anleitung hat das überraschend gut funktioniert. Danach konnten wir endlich mit dem Beladen loslegen. Zuerst kam Amelies Mountainbike auf den Träger. Das war noch relativ unkompliziert. Danach folgte Jonas' Gravelbike. Hier wurde es schon etwas enger, aber es hat trotzdem noch gut gepasst. Die größte Herausforderung war allerdings sein Rennrad. Zwischendurch waren wir uns ehrlich gesagt nicht mehr sicher, ob wir wirklich alle drei Fahrräder unterbringen können, ohne dass irgendwo etwas kaputtgeht. Mit viel Geduld, ein bisschen Tüftelei und nachdem wir den Fahrradträger noch einmal umgebaut hatten, haben wir aber schließlich doch alles sicher befestigt. Zum Schluss kam natürlich noch das italienische Warndreieck an den Fahrradträger und damit war endlich alles startklar für die Heimreise. 🚴‍♂️

Draußen war es mittlerweile schon wieder brütend heiß. Deshalb haben wir beschlossen, vor der Abfahrt noch einmal schnell zu duschen. Ein paar Minuten später waren wir fertig, haben uns von Denis und Bibi verabschiedet und uns schließlich auf den Heimweg gemacht. Der erste Stopp ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Gerade mal zwölf Minuten später standen wir schon wieder bei McDonald's. Denis hatte uns mit seinem Big Mac Wrap so angefixt, dass wir uns den natürlich auch noch einmal holen mussten. Für Amelie gab's dazu noch eine 9er-Packung Chicken McNuggets und damit waren wir bestens für die lange Autofahrt gestärkt. 🍔

 

Anschließend stand erst mal eine längere Etappe von ungefähr eineinhalb Stunden auf dem Plan, bis wir beim italienischen Großmarkt Iper Tosano angekommen sind. Eigentlich wollten wir dort nur ein paar Kleinigkeiten einkaufen wie Guanciale, Pecorino, Parmesan und ein bisschen Eistee. Tja... daraus wurden am Ende knapp zwei Stunden Einkaufszeit und ein randvoller Einkaufswagen. Im Wagen landeten gefühlt sämtliche italienischen Spezialitäten: süße Getränke, Tonic Water, Speck, verschiedene Käsesorten, Mangomochi, Trüffelpesto, Zitronen-Sorbetto, Sojasoße, Croissants, Schokobrötchen, Fraglino, Mango-Prosecco, Pfirsich-Prosecco und noch einiges mehr. Zwischendurch waren wir uns gar nicht mehr sicher, ob wir das alles überhaupt noch ins Auto bekommen. Irgendwie haben wir aber doch noch für alles einen Platz gefunden und konnten unsere Heimreise schließlich fortsetzen. 🛒 

Diesmal hat Jonas die komplette Strecke tapfer gefahren, während Amelie sich auf dem Beifahrersitz um den Reiseblog gekümmert und fleißig geschrieben hat. Wir wollten auf der Fahrt im Bergpanorama noch die letzten Fotos mit der analogen Kamera schißen. Haben wir auch getan. Und dann leider festgestellt, dass der Film gar nicht richtig eingezogen wurde und wir somit kein einziges Urlaubsfoto gemacht haben. Gegen 20 Uhr sollten wir schließlich wieder zu Hause ankommen. Und wie nach jedem Urlaub stand dann natürlich erst mal das große Auspacken auf dem Programm. Damit ging ein wunderschöner Urlaub voller Sport, gutem Essen, viel Sonne und jeder Menge gemeinsamer Erinnerungen zu Ende. ❤️🏡

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