Chili Mili und Schinkenstraße

17. September 2026
Tipp: Bildslider am besten immer ganz ansehen!

Wir haben bis um 10 geschlafen und erstmal die Pizza vom Vortag aufgegessen. Danach sind wir zum Mercadona geradelt, um Frühstück und Wasser zu kaufen. Amelie konnte auf dem Weg auf keinen Fall sitzen und ist die ganze Strecke im Stehen gefahren. Nach einer Stunde waren wir wieder daheim und haben uns das Frühstück hergerichtet. Auf der Terrasse haben wir erst mal einen halben Urwald weggekehrt, weil es in der Nacht so gestürmt hat. Zudem stand eigentlich alles unter Wasser und musste erst mal beiseitegeschafft werden. 🧹

Als das erledigt war, konnten wir dann unser Essen gemütlich herrichten und frühstücken. Jonas hat sich beim Herrichten vom Frühstück extra viel Mühe gemacht und alles genau platziert, dass es auf einem Foto schön ausschaut, auf der rechten Seite seine Sachen, die er gerne isst, und auf der linken Seite die Sachen, die Amelie gerne isst. Amelie hat es aber nicht so ganz verstanden und kam an den Tisch und hat erst mal wieder alles umgeräumt, weil sie sich genau auf die andere Seite setzen wollte. Somit war Jonas kurz enttäuscht, weil er gar kein schönes Essensfoto machen konnte wie immer. Wir haben dann trotzdem das gemeinsame Frühstück genossen und beschlossen, dass es heute ein ganz ruhiger Tag sein wird. 🌬️

Der Bodensee-Marathon hängt uns definitiv noch in den Beinen. Amelie hat offene Wunden vom Fahrradsitz und ein kaputtes Sprunggelenk, und Jonas sein Knie tut ebenfalls weh. Also heute mal Chilimili. Das Wetter war auch noch sehr verhalten. Also perfekt, um nichts zu tun. Zum Glück war das Wetter auch relativ bescheiden. So hatten wir eine gute Ausrede, dass wir uns heute einfach mal auf die faule Haut legen werden. Es waren genug andere Sachen zu tun, die nichts mit Sport zu tun hatten, und somit ging der Tag dann doch wieder schneller vorwärts wie gedacht. 🛋️

Nach dem Frühstück haben wir erstmal Amelies Garmin neu eingerichtet, nebenher ein bisschen an unserer Toolbox gebastelt, Mails beantwortet und Snacks gegessen und dann stand auf einmal fest: Wir fahren nach Palma. Den ganzen Tag nur rumsitzen konnten wir natürlich nicht aushalten, also haben wir das kurzerhand beschlossen. Ob wir auch noch am Ballermann vorbeischauen, haben wir uns erstmal offengelassen, zunächst stand ein bisschen Sightseeing auf dem Plan. Wir haben also direkt versucht, den Uber zu rufen, um schnellstmöglich loszukommen, denn die Kathedrale schließt um 17:15 Uhr und wir mussten uns beeilen. Allerdings schwanken die Uber-Preise so extrem, dass wir erstmal abgewartet haben – 120 € wollten wir dann doch nicht zahlen. Zum Glück ist der Preis wieder gefallen, auf 56 €, und zack war bestellt. Ein paar Minuten später stand der Fahrer vor der Tür und unsere 30-minütige Reise ging los. 🚕

Und siehe da, kaum sind wir außer Haus, fing es voll zu schütten an. Den ganzen Tag war es so bewölkt und der Regen ließ auf sich warten. Wir haben den Wetterbericht gar nicht mehr gecheckt, bevor wir nach Palma starteten, aber wir sind ja schließlich auch nicht aus Zucker, also stört es uns nicht. Trotzdem haben wir vorsichtshalber schon mal überlegt, was man drinnen alles machen könnte. Kathedrale, Shopping und Abendessen standen somit schnell fest. 🌧️

An der Kathedrale angekommen, mussten wir uns erst mal kurz einen Überblick verschaffen und den Eingang finden. Da hat es schon die ganze Zeit geregnet, deswegen waren wir zackig unterwegs und hatten gehofft, uns gleich irgendwo unterstellen zu können. Der Eingang hat sich auf der hinteren Seite gefunden und dort haben wir dann schon auch die Schlange gesehen für alle Besucher. Hier mussten wir uns auch erst mal anstellen und ein Ticket für elf Euro pro Person kaufen. Eigentlich schon eine Frechheit, dass eine Kirche Geld verlangt, wo man sich drinnen nur ein paar Minuten aufhält, aber egal, wir wollten trotzdem schöne Fotos machen und brauchten schließlich eine Gelegenheit, um trocken zu bleiben. Und es hat nicht lange gedauert und wir waren in der Reihe und konnten endlich in die Kathedrale reingehen. Sie war so wie jede andere Kirche auch, groß, kirchlich und für uns wenig spektakulär. Das Einzige, was uns immer wieder in Kirchen fasziniert, ist die Tatsache, dass sie alles mit der Hand einfach mal erbaut haben, und so groß wie diese Kathedrale ist, muss es Ewigkeiten gedauert haben und man hat ganz viele helfende Hände gebraucht. Eigentlich gibt es für Amelie immer nur einen Grund, warum sie in die Kathedrale geht oder in eine Kirche, und zwar, weil sie eine Kerze für ihren Papa anzündet. War das erledigt, haben wir noch ein paar Fotos gemacht und rumgeschaut, und dann waren wir auch schon wieder fertig mit dem Touri-Programm. Jonas hat kurz vor der Abfahrt zu Hause noch beschlossen, dass wir uns Prosecco mit einpacken sollten und den war es jetzt an der Zeit zu trinken. Haben uns ein nettes Plätzchen vor der Kathedrale gesucht und somit unsere Brause geöffnet. Da stellte es sich heraus: Es war ein ekelhafter Weißwein. Zum Glück hat Jonas noch einen Korkenzieher mit eingepackt. ⛪

Wir saßen also vor der Kathedrale, beobachteten Menschen und haben den Weißwein getrunken. Jetzt stand noch auf dem Plan, ein paar Souvenirs zu kaufen und vor allem auch Postkarten. Wir sind also Richtung Altstadt gegangen und haben direkt im ersten Souvenirshop alles abgehakt. Magnete, Postkarten und ein Stamperl für Amelie. Wir sind hier noch ein bisschen weiter geschlendert und haben uns die Altstadt angeschaut, bis wir beschlossen haben, langsam aber ein Restaurant aufzusuchen. Mittlerweile haben wir auch schon den Plan geschmiedet, heute doch noch an die Schinkenstraße zu fahren. Also haben wir bei Google Maps eine Tapasbar herausgesucht und sind dorthin gegangen. 💌

Angekommen in der Bar Espana mussten wir erst mal eine Zeit lang auf unseren Tisch warten. Dieses Tapas-Restaurant war wohl sehr bekannt und wir mussten somit ein bisschen Geduld mitbringen. Wir hatten grundsätzlich ja keinen Stress, also haben wir einfach vor der Tür gewartet. Ungefähr 25 Minuten später konnten wir uns dann endlich an einen Tisch setzen und durften bestellen. Es gab eine bunte Auswahl an verschiedenen Tapas und dazu einen Sangria für uns beide und somit haben wir unser Abendessen genossen. Wir waren relativ schnell wieder fertig mit dem Abendessen und haben uns somit dann auf die große Reise zur Schinkenstraße gemacht. Wir haben uns dazu am Marktplatz einen Uber bestellt und mussten dann noch circa 20 Minuten dorthin fahren. 🍤

Angekommen an der Schinkenstraße mussten wir uns erst mal kurz sammeln, weil so viele Betrunkene und so viele Menschen dort schon unterwegs waren. Wir kannten das Ganze ja schon vom Montag, aber da war's natürlich wesentlich ruhiger als Donnerstagabend. Eigentlich wollten wir unbedingt Jonas seinen Kamerarucksack noch einsperren, bevor wir feiern gehen, aber dann haben wir beschlossen, direkt im Bierkönig vorbeizuschauen. Das sollte eh nur ein Zwischenstopp werden, bevor es weiter zum Megapark geht. Als wir angekommen sind haben wir uns erst mal wieder an einen Holztisch gesetzt und uns ein Bier bestellt. Irgendwie war's relativ langweilig im Bierkönig und wir hatten ein bisschen mehr erwartet und vor allem waren's voll viele alte Leute, die auch eher einen gemütlichen Abend vor sich hatten. 🍺

Es hat ein bisschen gedauert, bis wir verstanden haben, dass wir einfach nur im Nebenraum vom Bierkönig waren und dass die eigentliche Halle, wo die richtige Party angeht, neben uns war. Also haben wir unser Bier schnell ausgetrunken und sind in die Halle rüber. Dort war es dann der Ballermann, so wie man sich ihn vorgestellt hat, laute Musik, grölende, betrunkene Menschen und ganz viel Alkohol. Jonas hat immer wieder auf den Nachbartisch geschaut, weil er dort eine Maß gesehen hat, die irgendwie aussah wie Wodka-Sprite. Dann hat er den Kellner gebeten, uns ebenfalls so eine Maß zu bringen und wir haben uns richtig gefreut, auf was Erfrischendes und vor allem das Gratis-Bierkönig-T-Shirt. Nur leider war das Gesöff so ekelhaft, dass wir uns wirklich zusammenreißen mussten, das überhaupt zu trinken, gefühlt war es einfach nur purer Wodka. Ja, es hat ein bisschen gedauert, bis wir bei der Maß vorwärtskamen, weil wir es einfach nicht trinken wollten. 🍹

Und irgendwann haben wir beschlossen, noch eine zweite zu bestellen und zwar eine Kirsch-Wodka, also schließlich zwei Maß, weil wir brauchen ja auch zwei T-Shirts. Die Stimmung war ausgelassen. Die Leute feierten und tanzten wild auf den Stühlen herum. Ich glaub, man hat uns von Weitem direkt angesehen, dass wir zum ersten Mal hier sind, weil wir zum einen nur zu zweit waren und weil uns die Vorfreude auf den nächsten Künstler, Julian Sommer, überhaupt nicht anzusehen war. Wir hatten keine Ahnung, wer das ist, und haben uns einfach überraschen lassen. Ja, wie zu erwarten war's einfach mal Musik, so wie man's auch von uns zu Hause vom Fasching kennen könnte. Wir haben dort noch eine Zeit lang gefeiert und ausgetrunken und wollten dann zum Megapark rübergehen. Schließlich war der Bierkönig nur das Vorglühen. 🍻

10 Minuten zu Fuß unterwegs und schon waren wir am Megapark. Wir sind dort reingegangen und waren erst mal zutiefst geschockt. Der Megapark war nämlich leer. Wir wussten nicht so recht, ob es einfach schon zu spät war – immerhin war es mittlerweile 23:30 Uhr – oder aber im Megapark war heute nichts los. Wir haben auf jeden Fall beschlossen, nicht länger zu bleiben und wollten dann doch direkt nach Hause fahren. Als Mitternachtssnack gab es hier noch einen Döner bei Joy's Pizza und anschließend haben wir uns einen Uber bestellt und sind nach Hause gefahren. 🌯

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