Begonnen hat unser Tag mit dem Frühstück. Leider waren wir erst um 09:20 dort und um 09:30 war bereits das Ende. Dadurch haben wir gebratene Nudeln und viele andere leckere Gerichte verpasst. Verschuldet wurde das dadurch, dass wir vorher schlicht weg zu faul waren um aufzustehen. Der Jet-Lag hat wohl dazu beigetragen, dass wir am Vortag bis knapp 2 Uhr Nachts wach waren. Wir haben zwar unsere Pläne für die nächsten geschmiedet und die Ziele heraus gesucht, jedoch kam alles anders.
Der ursprüngliche Plan für den ersten Tag war es, direkt am morgen die “Koh Kret” Insel zu besuchen. Anschließend, falls genug Zeit besteht den “Wat Pho” Tempel und am Abend den “Huai Khwang” Night Market und zur Krönung des Abends die “Zoom Sky bar”.
Gekommen ist es jedoch so:
Der erste Stop war unser Hoteldach. Wir wollten den Pool begutachten und die Aussicht prüfen. Auf dem Weg haben wir einen neuen Freund kennen gelernt.
Die Aussicht wie auch der Pool waren tatsächlich sehr schön. Vielleicht kommen wir noch dazu, diesen auszuprobieren.
Wir wollten ein Taxi zu dem Pier “Tha Chang” nehmen. Da wir nicht die Taxis direkt vor dem Hotel wollten, sind wir ein paar Querstraßen weiter gelaufen und haben dort ein Taxi gesucht. Auf dem Weg bin ich noch toll verlegten Kabeln und einem wilden Bernhard in seiner natürlichen Umgebung begegnet:
Es machte vermutlich Foto-Jagd auf eines der Elefanten-Busch-Babys.
Die ersten beiden Taxifahrer wussten nicht wo dieses “Tha Chang” sein sollte. Der dritte meinte er könne uns dort hin fahren für insgesamt 200 Baht. Das nahmen wir dankend an und während der Fahrt versuchte er uns zu überreden zu seinem Boot zu fahren, da wir dort, wie er sagte, “everything” sehen konnten und es “good” für uns ist. Wir nahmen an, dass ist in der nähe des Piers, also sind wir dahin gefahren.
Dort angekommen wies er uns sofort an, dass wir bitte zu den Verkäufern am Pier gehen sollten um die Bootsrundfahrt zu buchen. Wir haben uns nach dem Preis informiert und haben dann erst einmal kehrt gemacht. Verschiedene Graffitis konnten wir hier noch begutachten.
Wir sind nun wieder weiter Richtung Stadt gelaufen um möglicherweise unser “Tha Chang” Pier zu finden. Anscheinend waren wir eher fehl am Platz. Es sah alles aus wie ein halber Schrottplatz. Hier wurden Kupplungsscheiben und Getriebe in den Straßen gelagert und vermutlich auch weiter verwertet.
Nach kurzem schlendern durch die Gassen und einem Einkaufscenter machten wir uns wieder auf die Suche nach dem Pier welches wir suchten. Von dort aus konnten wir auf die “Koh Kret” Insel. Wir haben viele einheimische gefragt, wurden aber nicht fündig. Die meisten wussten nicht was wir meinen oder wo wir danach suchen konnten. Einige schickten uns zu Piers einige Minuten die Straße entlang und dort angekommen wurden wir wieder weiter geschickt.
Irgendwann hatten wir keine Lust mehr zu suchen und nahmen ein Angebot für eine Bootsfahrt an, welches deutlich besser klang als das was wir zuvor nach der Taxifahrt bekommen haben. Der nette TukTuk Fahrer brachte uns direkt dort hin und spätestens hier war eine neue Liebe geboren. Das TukTuk fahren. Man ist nicht nur schneller unterwegs, weil sie auf der Gegenspur überholten oder sich zwischen den Autos durchschlängelten, sondern es ist viel aufregender und etwas Wind bekommt man auch ab.
Angekommen an dem Pier, welches uns der TukTuk fahrer empfohlen hat, mussten wir erst einmal lachen. Wir sind in die gleiche Sackgasse gefahren wie vorher mit dem Taxifahrer. Der einzige Unterschied war, dass wir einige hundert Baht weniger zahlten (40 Baht ~ 1€). Für den angebotenen Preis machten wir dann tatsächlich diese Bootsfahrt.
Ich lasse die meisten Bilder erst einmal unkommentiert so stehen. Wir haben einige Tempel, “Slums” und Angler gesehen. Außerdem einen “Floating Market” mit einer einzigen Dame und Wasserechsen (Krokodile, oder was auch immer das war. Google sagt Bindenwaran)
Am Ende der Bootsfahrt wurden wir an einem anderen Pier raus gelassen. Dieser war weit entfernt von unserem Startpunkt. Wir wollten dort ursprünglich hin um noch die Tempel zu begutachten unter anderem den “Grand Palace”. Idealerweise war es 14:55 und der Tempel würde um 15:00 Uhr schließen, haben wir von einem netten einheimischen erfahren. Außerdem koste es ca. 500 Baht pro Person und wir bräuchten lange Kleidung dafür. Da das alles nicht auf dem Plan Stand waren wir natürlich nicht vorbereitet.
Netterweise hat uns der Einheimische eine richtige Karte von Bangkok gegeben – endlich.
Unsere vorherige Karte beinhaltete den Fluss und drei Tempel in thailändischer Genauigkeit gezeichnet.
Er hat uns einige Dinge empfehlen können und plante uns eine “Rundtour”. Als erstes zum “Wat Intrawihan” (Eine 45 Meter hohe Statue). Vorher wollten wir einen Stop an einem ATM, da wir kein Geld mehr hatten, und etwas zu Essen. Als letztes Ziel hat er uns “James Fashion” empfohlen. Wir haben noch einen angemessenen Preis verhandelt und so bezahlten wir für knapp 2,5 Stunden TukTuk fahren mit verschiedenen Stops ca. 5€ pro Person.
Der uns zugewiesene TukTuk Fahrer war naja, wie soll man sagen – eine coole Socke.
Nicht nur dass er uns wie erwähnt zu allen Stops begleitete und einfach gemütlich auf uns wartete, sondern auch dass er an einer Ampel einen Wheelie mit uns machte. Wir hatten gefühlt das lauteste TukTuk in ganz Bangkok. Er erzählte uns, dass er nebenzu studierte und nur zurzeit TukTuk fährt. Er erhält auch als erstes einen VIP Platz in diesem Blog.
Ein leckeres Essen konnten wir direkt am “Fluss” genießen – Er war so braun, dass man nicht unbedingt sagen konnte ob es Wasser oder Schokomilch ist. Dazu ein kühles Bier und die Tour konnte weiter gehen.
Nach dem kurzen Stop am ATM ging es weiter zu dem “Wat Intrawihan”. Diese Statue war so groß, dass selbst einheimische Hunde sie bestaunen mussten.
Hier zu sehen eine etwa 2 Meter Hohe Statue, mit den großen Füßen im Hintergrund und das Material aus welchem die goldene Farbe entstanden ist. Sieht aus wie Blattgold und alte Münzen!
Abgesehen von der Statue fanden wir dort auch einen kleineren Tempel. Man musste die Schuhe ablegen, durfte aber mit kurze Hose eintreten. Also genau richtig für uns.
Zu guter letzt hatten wir noch die Möglichkeit gefangene Vögel freizulassen, damit sie nur kurze Zeit später wieder von irgendwem eingefangen werden und das selbe Spiel nochmal gespielt wird.
Unser letzer Stop des TukTuk-Rundtrips war “James Fashion”. Als wir das Geschäft sahen dachten wir uns bereits, dass wir hier fehl am Platz sind. Der TukTuk Fahrer sagte trotzdem, dass wir rein gehen sollen und uns einmal umschauen sollten. Eingetreten in das Geschäft, wurden wir direkt angesprochen uns einen maßgeschneiderten Anzug auszusuchen. Da wir im Rucksack so oder so keinen Platz hatten und wir keinen Anzug kaufen wollten, versuchten wir den Verkäufern klar zu machen, dass wir nur schauen wollen. Diese waren auch die ersten die gehört haben, dass wir einen deutschen Akzent haben und wohl nicht aus Irland, Iceland oder wo auch immer her kommen. Die kritischen Blicke der Verkäufer wurden immer ernster und als wir deren Frage “So you wanna buy or not?!” verneinten wurden wir freundlich gebeten aufzustehen. Am Ende war es dennoch eine witzige Geschichte, auch wenn wir einige Verkäufer verärgert haben 😉
Wir machten uns nun mit unserem TukTuk Fahrer auf zu unserem Ziel – Die Metro.
Kurzfristig haben wir uns noch anders entschlossen und sind kurzerhand nach China Town gefahren. Wir hatten gehofft, dort noch einige andere Eindrücke zu gewissen und exklusiveres Essen zu sehen – oder auch zu probieren. Da es praktisch nebenan von der Metro lag, konnten wir von dort aus zu Fuß laufen und der Weg war für den TukTuk Fahrer der gleiche.
In China Town konnten wir leider wieder nicht wie erhofft einige Spezialitäten entdecken. Wir wollten unbedingt “Mango Sticky Reis” und auch Heuschrecken oder andere Insekten probieren.
Da es bereits regnete als wir mit dem TukTuk Richtung China Town gefahren sind, entschlossen wir uns nach ca. einer halben Stunde mit der Metro ins Hotel zu fahren. Nach einer langen Suche und einigen Einheimischen die uns freiwillig halfen haben wir die Metro gefunden. Auf unserer Stadtkarte wurde uns unsere Zielhaltestelle eingezeichnet und so sind wir ca. 40 min mit der Metro gefahren. Ausgestiegen und… zu weit gefahren. Das eingezeichnete Ziel war falsch. Als wieder auf die Karte geschaut und Hotel gesucht. Als wir es gefunden hatten, sind wir mit der Metro wieder zwei Stationen zurück gefahren. An sich ist das Metro-System hier sehr angenehm zu Nutzen. Es gibt nur zwei verschiedene Richtungen – anders als am Bahnhof Augsburg beispielsweise.
Als wir nun an der richtigen Station angekommen sind, brach der Platzregen voll aus. Einen Poncho oder so hatten wir natürlich nicht dabei, da es am morgen noch sehr sonnig war. Also entschieden wir uns, unsere Tüte Chips gemütlich zu essen und warteten bis der Regen etwas schwächer wurde.
Nach etwa 30 Minuten wurde der Regen schwächer und wir gingen in Richtung Hotel. Leicht nass kamen wir dann an. Dort speicherten wir alle Fotos und sicherten diese. Wir überlegten uns, was wir zu Abend essen. Das Hotel bot einige Gerichte an. Nachdem die Rufnummern für den Zimmerservice belegt war, dachten wir uns spontan – Ab nach China Town und dort etwas essen.
Also zurück zur Metro gelaufen und wieder zur Endhaltestelle gefahren, für knapp 80 Baht. Da die Endhaltestelle verschiedene Ausgänge bereit stellte, haben wir natürlich den falschen genommen, und sind in einer Seitenstraße raus gekommen.
Auf dem Weg Richtung China Town sahen wir einen kleinen Imbiss und wir entschlossen uns dort zu Essen. Die Atmosphäre war sehr “einheimisch” aber das Essen war für insgesamt 100 Baht sehr sehr lecker.
Wir haben uns noch eine Nachspeise gegönnt und zwar Crepes mit Banane und Nutella. Auf dem Weg dorthin haben wir zufällig das “Bangkok Centre Hotel” gesehen, das Hotel an welchem unser Trip am 08.07 starten wird. Außerdem begegneten wir einigen Kakerlaken und mehreren Ratten in den Straßen. China Town hatte bereits geschlossen wie wir erfahren haben, also sind wir um 23:00 Uhr wieder mit der Metro nach Hause gefahren.
Der Tag endete anders als erwartet. Wir haben weder die Insel “Koh Kret” besucht, den Tempel “Wat Pho” gesehen. Den “Huai Khwang” Night Market haben wir aufgrund des Regens ausfallen lassen und für die “Zoom Sky Bar” war es schließlich auch zu spät. Aber nicht ganz so tragisch, denn wir haben eine tolle Bootsfahrt gemacht, andere Tempel gesehen und ein super Abendessen gehabt.
Zusammengefasst ein gelungener und chaotischer erster Tag 🙂































































































0 Kommentare