Upsi, falsche Küste

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Heute haben wir die Gelegenheit genutzt und mal keinen Wecker gestellt. Das war eine knappe Kiste. Wir sind erst 30 Minuten vor dem Check-out aufgestanden. Trotzdem sind wir noch rechtzeitig aus dem Zimmer gekommen. Allerdings waren wir nicht die Einzigen, die so spät auschecken wollten. Am Aufzug gab es nämlich Chaos. Jeder Aufzug war immer wieder voll, und wir mussten einige Male warten, bis wir endlich unten ankamen. Während Jonas dann den Check-out regelte, räumte Amelie schon mal das Gepäck ins Auto. 🧳

Bevor die Fahrt losgehen konnte, haben wir noch beschlossen, dass wir im Delhaze ein paar Snacks, also quasi Frühstück für die Fahrt, besorgen. Im Supermarkt landeten dann Käse, Brötchen, Smoothie und eine Granat Club-Mate im Einkaufskorb. Wir haben beschlossen, den Tag heute entspannt anzugehen, wenn wir am nächsten Reiseziel ankommen. Deshalb haben wir uns gleich mit Kir Royal eingedeckt. So landeten auch noch drei Flaschen Prosecco und Johannisbeerlikör im Einkaufskorb. 🥂

Drei Flaschen sind es nur deswegen geworden, weil wir ein 2+1-Schild gelesen haben und dachten, dass wir als alte Sparfüchse lieber einen geschenkt bekommen, als einen zu wenig zu haben. Was der Haken an der Geschichte war, haben wir dann an der Kasse schnell gemerkt. Man brauchte die SuperPlus-Kundenkarte, um die Angebote zu nutzen. So schnell wie ein Mitarbeiter zu Hilfe eilte, so schnell hatte Amelie sich auch bei Delhaze mit einer fake belgischer Adresse registriert die sich der Mitarbeiter ausgedacht hat, und wir erhielten die Kundenkarte und somit auch die dritte Flasche Prosecco gratis. 🎁

Zurück am Auto ging die Fahrt dann los. Zuerst noch zum Hafenhuis Port. Den Stopp haben wir am Vortag nicht mehr geschafft, weil es zu Fuß einfach zu weit gewesen wäre. Das Gebäude ist die klassische Mischung, wie wir sie in Antwerpen oft gesehen haben, ein uraltes Gebäude mit alten Fassaden und einem spektakulären modernen Anbau. Das alte Feuerwehrhaus wurde aufgestockt mit einem modernen Beton- und Stahlanbau, welcher die Hafenzentrale beinhaltete. Nach ein paar Fotos, erstaunten Blicken, wie das Gebäude überhaupt so stehen konnte, und einem Toilettenbesuch sind wir wieder zurück ins Auto, und die eigentliche Fahrt an die belgische Küste konnte endlich losgehen. ⚓️

Je länger wir unterwegs waren, desto merkwürdiger kam es uns vor, dass wir uns immer weiter in Richtung Niederlande bewegten. Bis wir auf einmal tatsächlich über die Grenze fuhren und die Niederlande auch nicht mehr verlassen haben. Jonas hat sich dann als aufmerksamer Beifahrer mal mit unserem Zielort auseinandergesetzt. Wir fuhren weder an die belgische Küste noch nach Knokke-Heist in ein Hotel mit Meerblick wie geplant. Unser nächstes Hotel lag nah an der Grenze zu Belgien, 20 km vom Meer entfernt, im Ort Cadzand. Upsi …

Aber wir sind ja jung und flexibel, daher ließen wir uns davon die Laune nicht versauen und fuhren einfach weiter.

Angekommen in Cadzand haben wir festgestellt, dass es die beste Entscheidung war, hierherzukommen, da es ein niedlicher kleiner Ort war ohne Lärm, ohne Nachbarn, ohne Trubel. Einfach nur ein Bed & Breakfast irgendwo im nirgendwo. 🧘🏽‍♀️🧘🏽‍♂️

Nach dem Check-in haben wir im Zimmer kurz ausgepackt und überlegt, wie wir den restlichen Tag noch verbringen wollen. Amelie wollte unbedingt ans Meer fahren, da sie von den weiten Meerblicken nicht genug bekommen kann. Da wir beide hart im Nehmen sind, beschlossen wir, unsere Badesachen einzupacken und einen Ausflug zur Küste zu machen.

Dort angekommen sind wir direkt auf dem Grenzstreifen zwischen Belgien und den Niederlanden zum Meer gelaufen und kamen dem kalten Wasser immer näher. Wir mussten bereits, um direkt an die Küste zu kommen, ein paar Mal durch das eiskalte Wasser laufen und bekamen so einen Vorgeschmack. Unsere Füße sind dort schon fast eingefroren und taten dermaßen weh, dass sie komplett taub waren und kein Gefühl mehr hatten. Trotzdem wollten wir nach wie vor ins Meer springen und gingen weiter, bis wir endlich an der Küste ankamen, wo weit und breit kein Mensch mehr zu sehen war. 🌊

Bei stolzen 5 °C Wasser- und Lufttemperatur sind wir dann ohne zu zögern nackt in das eiskalte Wasser gelaufen. Es dauerte keine Minute, bis wir wieder aus dem Wasser raus waren und uns abgetrocknet haben. Als wir dann festgestellt haben, dass es gar nicht so schlimm war, wie wir erwartet hatten, ist Amelie noch mal ins Wasser gesprintet und Jonas natürlich direkt hinterher. Danach waren wir wirklich sehr stolz, dass wir einfach Eisbaden in der Nordsee waren und das gleich zweimal. Wir haben uns direkt wieder warm angezogen und sind zurück zum Auto gelaufen. Auf dem Weg wurden klassischerweise, wie immer am Meer, noch ein paar Muscheln als Andenken eingepackt. 🐚

Zurück in unserem Hotel haben wir lange, heiß und ausgiebig geduscht und anschließend mit Kir Royal auf den Tag angestoßen. Es dauerte nicht lange, und der Hunger brachte uns dazu, das gemütliche Bett zu verlassen, und wir machten uns fertig für das Abendessen in Knokke-Heist.

Nach ca. 20 Minuten Autofahrt nach Knokke-Heist kamen wir im Restaurant „The Butler“ an. Den Preisen nach zu urteilen, öffnete uns hier bereits ein Butler die Tür und brachte uns zu goldenem Tisch. Eigentlich war der Plan, hier klassisch belgisch zu essen, aber die Preise dafür überstiegen dezent unser Budget zudem auch die Speisen so extra vagant waren, dass wir bereits wussten sie würden uns eh nicht schmecken. Somit fiel die Wahl auf Lasagne und Spaghetti Bolognese mit Hoegaarden und Sarti Spritz. Auf jeden Fall eine gute Wahl, denn es schmeckte alles sehr lecker vor allem das Dressing von unserem Beilagensalat. Wir bezahlten dennoch recht schnell – packten unser leuchtendes Ei ein und sind wieder zurück ins Hotel gefahren.

Dort haben wir den Abend mit einem weiteren Kir Royal ausklingen lassen und arbeiteten an dem Blog. 📝

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