Plattenrausch

27. Dezember 2025
Tipp: Bildslider am besten immer ganz ansehen!

Um 8 Uhr schellte unser Wecker und wir mussten uns auf die Weiterreise machen. Wir hatten gestern auf dem Nachhauseweg die Preise an der Tankstelle gesehen und wollten daher noch einmal in Luxemburg tanken. Denn in Belgien mussten wir knapp 50 Cent mehr pro Liter bezahlen. Wir packten unsere sieben Sachen und brachten sie gleich zum Auto, das direkt vor der Tür stand. Wir steuerten die nächste Tankstelle an, um dort auch gleich etwas zum Frühstücken mitzunehmen. Da uns aber nichts so richtig angesprochen hat, entschieden wir uns, beim nahegelegenen Lidl etwas zu holen. ⛽️

Nach ein paar Minuten waren wir dort und deckten uns mit Frühstück ein. Jonas holte sich ein Pizzastück, einen Hotdog und ein Chorizo-Brötchen. Amelie holte sich ein Schokocroissant, eine Brezel und einen Mangosaft. Außerdem gab es für uns beide noch ein paar Käsebrocken und Tsatsiki. Das konnten wir während der 2,5-stündigen Fahrt perfekt zu uns nehmen. Die Fahrt war wieder sehr entspannt, denn auch heute war noch nicht viel auf den Straßen los. Wir kamen entspannt mit Autopilot in Antwerpen an und konnten uns auch heute wieder direkt einen Parkplatz vor dem Hotel sichern. Wir mussten zwar kurz umparken, aber das war kein Problem. Das Parken im Hotel hätte uns 25 € pro Tag gekostet, an der Straße waren es aber nur 6 €. Und das sogar nur für heute, denn morgen – am Sonntag – war das Ganze wieder kostenlos. 🚗

Wir brachten unsere Sachen dann gleich aufs Zimmer und machten einen kurzen Plan für den heutigen Tag. Wir wollten erst einmal in die Stadt laufen und noch lange Oberteile und Strumpfhosen für Amelie kaufen, die sie zu Hause vergessen hatte. Die Strecke sollte etwa 20 Minuten dauern, doch nach knapp 10 Minuten waren wir bereits am Hauptbahnhof. Da dieser unglaublich schön sein sollte, machten wir natürlich sofort einen Abstecher hinein, mit dem Hintergedanken, dass wir morgen noch einmal vorbeischauen würden, um ein paar Fotos zu machen. Wir schlenderten durch den langweiligen Teil des Gebäudes, als Jonas einen Plattenladen entdeckte. Gelockt von dem Schild „Eine Platte 2 €, zehn Platten 15 €“ war Jonas dem Kaufrausch bereits verfallen. Wir stöberten außerhalb des Ladens durch die Hälfte der Platten und waren bereits seit 45 Minuten dort. Wir entschlossen uns, die andere Hälfte sein zu lassen, denn viel Bekanntes war tatsächlich nicht dabei. Im Laden selbst gab es aber moderne Platten, die nach Jahrzehnt, Genre und vielem mehr sortiert waren. Wir stöberten auch hier noch ein wenig und entschieden uns schließlich für knapp 25 Platten – eine ganz wilde Mischung von allem! 🪩💿

Es war endlich an der Zeit, weiterzugehen und in die richtige Bahnhofshalle zu laufen. Wir verstanden sofort, warum so viel darüber geredet wurde, denn sie ist erstens riesig und zweitens wunderschön! Es ist eine schöne, klassische Bahnhofshalle, die mit ihrem Baustil an ein altes New York oder auch London erinnert. Es gab viel Stahl und alles war massiv gebaut! Da wir im Plattenladen schon viel Zeit verbracht hatten, beschlossen wir, gleich zum H&M zu gehen, um uns nach Oberteilen umzusehen. Wir brauchten noch etwa zehn Minuten dorthin und mussten uns auf dem Weg schon durch die Menschenmenge kämpfen, die abends in der Innenstadt unterwegs war. Das war einfach ein ganz anderes Level als Luxemburg, aber die Stadt hat auch 600.000 Einwohner im Vergleich zu knapp 160.000.

Amelie ließ ihre Shopping-Künste spielen, und nach fünf Minuten hatte sie alles, was sie brauchte, um draußen nicht zu erfrieren. Wir gingen gleich zum Bezahlen und machten uns auf den Weg zum Essen. 🛍️

Wir hatten uns nämlich schon entschieden, was wir wollten. Hier in der Innenstadt hatten wir keine Lust auf etwas typisch Belgisches, denn für morgen hatten wir schon zwei Programmpunkte geplant. Also wollten wir in ein Restaurant, das einfach nur geiles Essen hatte. Deshalb entschieden wir uns für Ramen. Laut Google gab es hier ein paar sehr gute Optionen, also gingen wir den gleichen Weg zurück. Als wir aus dem H&M kamen, hatten wir jetzt schon die Schnauze voll von der ganzen Menschenmasse hier. Man konnte sich kaum fortbewegen, obwohl die Fußgängerzone wirklich sehr breit war. Wir liefen ein paar Minuten und wunderten uns, warum uns hier nichts bekannt vorkam. Wir mussten ja eigentlich den gleichen Weg zurücklaufen. Wir schauten noch einmal auf Maps und stellten fest, dass wir in die falsche Richtung gelaufen waren. Also liefen wir wieder zurück, am H&M vorbei, und konnten dann auch gleich das riesige Bahnhofsgebäude sehen – wir waren also auf dem richtigen Weg. 🚂

Als wir am Restaurant ankamen, stand eine kleine Schlange vor uns, was uns aber egal war, da wir auf jeden Fall dort essen wollten. Die Bedienung schickte ein Pärchen, das weiter vorne in der Schlange stand, schon weiter und dem schlossen sich gleich noch ein paar mehr an, sodass wir schnell an der Reihe waren. Sie sagte uns jedoch das Gleiche wie den anderen: Wir sollten in einer Stunde wiederkommen, dann sollte ein Platz frei sein. Alternativ könnten wir draußen Platz nehmen und Getränke bestellen. Wir entschieden uns für diese Option und hofften, dass wir vielleicht doch etwas schneller einen Platz bekämen. Wir gingen in die Kälte hinaus, nahmen direkt neben einem Gasfeuerpilz Platz und bestellten Getränke. Amelie ging dann gleich aufs Klo, und kurz darauf kam die Bedienung und zeigte uns unseren Platz im Warmen. Wir mussten also kaum fünf Minuten warten und hatten schon unseren Tisch. Jonas klärte noch, dass die Bestellung der Getränke von draußen nach drinnen geändert wurde, und dann konnten wir uns auch schon um die Essensbestellung kümmern. 🍗

Wir bestellten Edamame, eine Ramen-Suppe mit Teriyaki und Korean BBQ Chicken mit Knoblauchsauce. Das Essen kam auch schon nach wenigen Minuten. Jonas entschied sich dann noch für einen koreanischen Cocktail mit Sake und Gin. Dieser war genauso lecker wie das Essen selbst – es war wirklich ein Traum dort! Da folgte gleich noch ein zweiter Cocktail. Wir überlegten, ob wir noch einen dritten nehmen sollten, aber Jonas entschied sich dann für etwas anderes. Ein Reisgetränk mit 13 % Alkohol und verschiedenen Geschmacksrichtungen. Er wunderte sich schon etwas über den Preis der Flasche, dachte sich aber, dass es sich um etwas Ähnliches wie Reiswein oder Sake handeln würde. Doch das war es nicht ganz, denn wir bekamen zwei Shotgläser und dazu zwei Flaschen. Das Ganze wurde also wirklich wie Schnaps getrunken und so ähnlich schmeckte es auch. Im Vergleich zu Willy war es aber sehr sanft und echt lecker! 🍹

Wir entschieden uns, ein paar Shots zu trinken, aber die Flaschen mitzunehmen. Als wir uns draußen auf den Weg machten, überkam Jonas ein spontanes Magengrummeln. Also keine Zeit verlieren und auf schnellstem Wege zurück zum Hotel – das dauerte jedoch trotzdem 20 Minuten zu Fuß. Apropos Fuß: Wir hatten neue Mitbringsel! Ein riesiges Ohr. 👂

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