Luxemburg im Feiertagsmodus

26. Dezember 2025
Tipp: Bildslider am besten immer ganz ansehen!

Um Punkt 8 Uhr klingelte unser Wecker. Nach unserer morgendlichen Schlummerzeit gehen wir dann doch duschen und der Tag kann starten.

Wir haben gestern Abend in Ching-Chang-Chong entschieden, dass Jonas unser Reiseführer für heute ist. Unser Luxemburg-Tag startet also um 9:40 Uhr am Hotel.

Wir sind in der Nacht durch den lauten Zug aufgewacht, der gefühlt direkt an unserem Fenster vorbeigerauscht ist. Daher dachte Jonas wohl, es sei die beste Option, damit ins Stadtzentrum zu fahren.

Auf dem Weg zur Haltestelle stellten wir jedoch fest, dass der Zug weit entfernt war und wir mit dem Bus fahren mussten. An der Bushaltestelle in Dommeldange angekommen, fiel uns dann auf, dass an Feiertagen wohl weniger Verbindungen als üblich fahren. Somit mussten wir in der Kälte noch einmal 17 Minuten warten, bis der Bus kam. In der Kälte zu warten ist das eine, aber hungrig in der Kälte zu warten, machte die Sache nicht besser. 🥶

Als der Bus endlich kam, wollten wir zwei Fahrkarten kaufen, aber zu unserem Glück sind in Luxemburg alle nationalen Öffis kostenlos. Schon nach ein paar Haltestellen waren wir im Zentrum der Stadt und stiegen an der Badanstalt aus.

Wir gingen nur ein paar Minuten weiter in die Stadt und merkten schnell, dass die gesamte Stadt noch schlief. Kein Café, kein. Bäcker, kein Kiosk hatte geöffnet. Nicht einmal McDonald’s hatte geöffnet. 🏠

Am Place d’Armes war ein riesiger Christkindlmarkt aufgebaut, allerdings waren alle Buden noch geschlossen. Also gingen wir in der Hoffnung, ein kleines, gemütliches Café für unser Frühstück zu finden, weiter in kleinere Gassen. Die einzige Option, die wir hatten, war das „Golden Beans“. Dort gab es Vanilla Chai Latte, einen Weihnachts-Cappuccino und ein Ziegenkäse-Panini. Die beiden Getränke waren sehr lecker, das Panini hingegen ziemlich gewöhnungsbedürftig. Es hat für den ersten Hunger gereicht, aber zufrieden waren wir trotzdem noch nicht. 😏

Wir marschierten recht schnell wieder los und standen bald darauf mitten im nächsten Christkindlmarkt. Hier beschlossen wir, noch einmal richtig zu frühstücken, und bestellten zwei Kaskrainer. Jonas‘ Kaskrainer selbstverständlich mit Zwiebeln als Extra-Topping. Nachdem wir diese aufgegessen hatten, konnte die richtige Touri-Tour erst richtig losgehen. 💪🏼

Wir erblickten auf dem Christkindlmarkt schon eines der größten Wahrzeichen Luxemburgs, die Adolph-Brücke. Die Brücke aus dem 20. Jahrhundert lag über einem schönen Park und verband früher die beiden Stadtgebiete miteinander. 🌉

Als nächstes Highlight besuchten wir die Kathedrale Notre Dame. „Highlight” beschreibt es deswegen gut, da die Sonnenstrahlen die Glasfenster zum Strahlen brachten. Dadurch sah es von innen wunderschön aus. ⛪️

Anschließend schlenderten wir weiter durch die Stadt. Wir gingen an einigen Gerichtsgebäuden und der Stadtbibliothek vorbei bis zu einem merkwürdigen Ort. Hier brannte mitten in der Einfahrt zu einem wichtigen Gebäude eine Feuerschale. Wir fragten uns, für wen das Feuer brennt, doch schnell sahen wir, dass sich ein armer Mann daran aufwärmte. 🕯️

Wir gingen weiter in Richtung Hauptbahnhof. Da wir nach wie vor keinen Laden gefunden hatten, in dem wir Wasser kaufen konnten, machten wir bei McDonald’s Halt. Anschließend gingen wir noch in einen Manga-Laden für Getränke, dann waren wir am Hauptbahnhof angekommen. 🧚‍♀️

Von hier aus sind wir mit der Straßenbahn wieder ins Zentrum gefahren und am nächsten Christkindlmarkt ausgestiegen. Da wir genug von Menschenmengen und Christkindlmärkten hatten, beschlossen wir, wieder aus dem Zentrum rauszugehen und diesmal den Weg unter der Brücke der La Passerelle zu erkunden. In der Schlucht gingen wir einige Meter, bis wir die Kasematten entdeckten. Leider war das hier nur der Ausgang. Da es sich aber spannend anhörte, Untergrundwege und verborgene Katakomben zu besichtigen, folgten wir den Schildern, um den Eingang zu finden. Wir gingen die gesamte Schlucht bis unter die Adolph-Brücke, fanden aber trotzdem den passenden Eingang nicht.

Schließlich fanden wir auf Google Maps einen Weg zu den Kassematten und folgten den Anweisungen. Auf dem Weg dorthin war noch ein schöner Rosengarten. Leider waren die Rosen nur alle im Winterschlaf. 🥀

Auf dem Weg tummelten sich auf einmal immer mehr Menschen, von denen viele den Weg blockierten, da natürlich jeder ein Foto der schönen Aussicht haben wollte. Oben am Berg angekommen, fanden wir schließlich auch den Eingang zu den Kassematten. 🏰

Der Besuch der Kasematten du Bock hat sich leider kaum gelohnt, da es wenig spannend war. Es ging gefühlt nur hunderte Treppen rauf und runter und der Ausblick war immer derselbe. Das Gute war, dass der Eintritt bei 11 € pro Person lag, abkassiert wurden aber insgesamt nur 20 €. Wenigstens haben wir uns damit ganze 2€ gespart. Wir suchten also schnell das Weite und gingen wieder zum Ausgang. Übrigens hat sich herausgestellt, dass es mit den Kasematten, die wir zuvor gesehen haben, überhaupt nichts zu tun hatte. 🤦🏽‍♀️

Als Nächstes stand Puerta de las Tres Torres auf dem Programm. Die 3 Türme waren früher das Eingangstor zur Stadt und nur wenige Minuten von den Kassematten entfernt. Auch hier wurden wir ein bisschen enttäuscht. Wir hatten nämlich drei Türme erwartet. Tatsächlich waren dort aber nur zwei. 🗼

Damit hatten wir alle Sehenswürdigkeiten abgehakt und beschlossen, noch einmal ins Zentrum zu gehen, um auf dem Christkindlmarkt etwas zu essen. Auf dem Christkindlmarkt Nr. 4, wo es sogar eine riesige Rodelbahn gab, gab es leider nur das Standardessen, weswegen wir zum Hauptmarkt weitergingen. Hier gab es alles, was unser Herz begehrte. Zuerst gab es Spätzle aux Laudrins mit Carbonara-Sauce und extra Parmesan. Weil wir noch nicht genug hatten, gingen wir wieder zum Kleinen Markt, in der Hoffnung, er wäre nicht ganz so überlaufen. Dort gab es noch einen Cheeseburger mit Bacon und zur Nachspeise Churros mit Nougatsauce und übrigens noch mehr Menschen wir auf dem großen Markt. 🍔

Eigentlich wollten wir noch den Hanging Rock sehen, also spazierten wir noch einmal unter die Passerelle. Auf den Fotos sah er vielversprechend aus, aber wir haben ihn nicht gefunden. Damit neigte sich der Touri-Tag endgültig dem Ende zu.

Zum Abschluss unseres Tages in Luxemburg kauften wir noch unsere Lieblings-Souvenirs, um unsere Reisesammlung zu erweitern. Magneten, ein Patch für Jonas und ein Stamperl für Amelie. 🇧🇪

Bevor wir uns auf den Heimweg machten, gab es noch das Luxemburger Nationalgericht to go. Grampenkiechele mit Kompott. Das hört sich vielversprechend an, war am Ende aber nur dicke, fettige und zu dunkle Reibekuchen mit fertigem Apfelmus.

Wir gingen zur Bushaltestelle, an der wir in der Früh ausgestiegen waren, und suchten nach der richtigen Verbindung. Ca. 30 Minuten später waren wir zurück im Hotel. Um 18:00 Uhr machten wir uns quasi bettfertig und genossen unseren Apfel-Cider (oder auch nicht). 🛌

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